Kooperation mit der Landespolizei Niedersachsen stärkt norddeutsche Zusammenarbeit und maritime Resilienz.
Die Flotte Hamburg GmbH & Co. KG, seit 2017 für das übergreifende Schiffsflottenmanagement Hamburgs zuständig, hat ihren ersten Kunden außerhalb der Freien und Hansestadt gewonnen: Künftig wird die Flotte Hamburg vier Küstenboote der Landespolizei Niedersachsen bereedern. Die entsprechende Kooperation startet zum 1. September 2026. Für die Flotte Hamburg ist die Kooperation ein wichtiger Meilenstein in der Unternehmensentwicklung und der herausfordernde Auftrag für den weiteren Ausbau unserer besonderen Schiffsflotte.
Dr. Melanie Leonhard, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Innovation: „Dass die Flotte Hamburg erstmals für ein anderes Bundesland tätig wird, zeigt, dass sich unser Modell bewährt. Hamburg hat viel Erfahrung im Management seiner öffentlichen Schiffsflotte aufgebaut. Dieses Know-how nun auch gemeinsam mit Niedersachsen zu nutzen, ist sinnvoll – und ein gutes Beispiel für norddeutsche Zusammenarbeit. Gerade wenn Resilienz und der Schutz kritischer Infrastruktur immer wichtiger werden, ist es ein großer Gewinn, vorhandene Kompetenzen gemeinsam zu nutzen.“
Daniela Behrens, Ministerin für Inneres, Sport und Digitalisierung des Landes Niedersachsen: „Niedersachsen und Hamburg verbindet seit jeher eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit im maritimen Bereich. Die Herausforderungen, vor denen wir als Küstenländer stehen, lassen sich am besten gemeinsam und partnerschaftlich bewältigen. Mit der Nutzung des Angebots der Flotte Hamburg gehen wir daher einen weiteren Schritt hin zu einem ganzheitlichen, übergreifenden und resilienten Betrieb dieses technisch hochkomplexen Aufgabenfeldes. Beide Länder profitieren von den entstehenden Synergieeffekten - insbesondere durch eine höhere Verfügbarkeit unserer Küstenboote sowie dadurch, dass wir gemeinsam ein deutlich größeres Gewicht am Markt für Behördenfahrzeuge erlangen. Zudem eröffnet die enge Kooperation die Möglichkeit, Innovationen gemeinsam voranzutreiben. So stärken wir nicht nur die Einsatzfähigkeit unserer Wasserschutzpolizeien Niedersachsen und Hamburg, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit und Sicherheit unserer maritimen Infrastruktur.“
Jens Meier, CEO der Hamburg Port Authority: „Leistungsfähige maritime Infrastruktur endet nicht an Landesgrenzen. Hamburg und Niedersachsen sind auf funktionierende Wasserwege, sichere Häfen und verlässliche maritime Dienstleistungen angewiesen. Die Kooperation zwischen der Flotte Hamburg und der Landespolizei Niedersachsen zeigt, wie durch Zusammenarbeit unsere Strukturen resilienter und zukunftsfähiger gemacht werden können.“
Karsten Schönewald, Geschäftsführer der Flotte Hamburg: „Wir freuen uns sehr, mit der Landespolizei Niedersachsen unseren ersten Kunden außerhalb Hamburgs gewonnen zu haben. Das ist ein wichtiger Meilenstein für die Flotte Hamburg und zugleich eine Bestätigung unseres Geschäftsmodells und unserer maritimen Kompetenz. Unsere Erfahrung im professionellen technischen und wirtschaftlichen Management von Schiffen können wir nun auch für unseren niedersächsischen Partner einsetzen. Gleichzeitig schaffen wir gemeinsam die Voraussetzungen für eine moderne und zukunftsfähige Flotte.“
Vier Küstenboote werden übernommen und bereedert
Im Rahmen der Kooperation übernimmt die Flotte Hamburg die Küstenboote „W2“, „W3“, „W4“ und „W5“ zum Verkehrswert. Anschließend werden die Schiffe im Rahmen eines Bareboatcharters, d.h. einer Vercharterung ohne Crew, an die Landespolizei Niedersachsen verchartert. Die operative Nutzung der Boote einschließlich deren sichergestellter Verfügbarkeit bleibt damit bei der Landespolizei. Die vier bestehenden Küstenboote sollen sukzessive durch moderne und umweltfreundliche Neubauten ersetzt werden. Als erster Schritt ist die Ersatzbeschaffung eines der Boote vorgesehen.
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