13.08.2026

Hamburger Hafen: Umschlagszahlen 1. Halbjahr 2026 auf einen Blick

Der Hamburger Hafen blickt auf ein herausforderndes erstes Halbjahr 2026 zurück. Mit einem Gesamtumschlag von 56,1 Mio. Tonnen verzeichnete Deutschlands größter Seehafen gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Minus von 3,1 Prozent. Dieses Ergebnis war, nachdem die witterungsbedingten Einbußen des Januars bis zum Ende des ersten Quartals zum großen Teil ausgeglichen werden konnten, geprägt durch den weiteren Terminal-Modernisierungsprozess sowie durch den Iran-Krieg rückläufige Importe von Mineralölprodukten.

4,0Mio.TEU Containerumschlag im ersten Halbjahr 2026
In den ersten beiden Quartalen 2026 wurden im Hamburger Hafen insgesamt 4,0 Mio. TEU umgeschlagen. Im Vorjahreszeitraum waren es 3,8 Prozent TEU mehr bzw. 4,0 Prozent mehr in Tonnen. Laufende Modernisierungsmaßnahmen der HHLA, die künftig eine effizientere Abfertigung ermöglichen werden, hatten im zurückliegenden Quartal zu reduzierten Terminalkapazitäten geführt.

Mit Singapur (+13,1 %), Finnland (+24,7 %), Indien (+7,2 %) und Marokko (+4,7 %) nahm der Handel zu. Insgesamt dominiert jedoch ein herausforderndes Marktumfeld. Besonders deutlich fällt der Rückgang beim Umschlag mit den USA auf (-13,5%), aber auch mit China und Großbritannien ist für das erste Halbjahr des Jahres 2026 eine negative Umschlagsentwicklung im Containersegment zu verzeichnen.

Massengutumschlag durch Iran-Krieg unter Vorjahresniveau
Im Massengutsegment lag der Umschlag mit insgesamt 15,9 Mio. Tonnen rund 1,1 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Während der Umschlag flüssigen Massenguts dabei deutlich um 14,0 Prozent zurückging, ist er beim trockenen Massengut um 4,2 Prozent gewachsen. Der durch den Iran-Krieg erzeugte Druck auf die globalen Energiemärkte hat ab April zu geringeren Mineralölimporten und auch zu rückläufigen Biodiesel-Umschlägen geführt. Deutliche Zuwächse beim Erzimport und beim Getreideexport wirken dem entgegen.

Umschlag konventionellen Stückguts verliert durch schwache Stahlerzeugnis-Exporte
Der Umschlag konventionellen Stückguts unterliegt bei hohem Ladungswert und einer vergleichsweise geringen Anzahl von Umschlagsvorgängen starken Schwankungen. Im ersten Halbjahr 2026 waren hier bei einer Gesamtmenge von 535 Tsd. Tonnen insbesondere aufgrund geringerer Stahlerzeugnisexporte ein deutliches Minus von 5,0 % zu verzeichnen, welches allerdings geringer ausfällt als noch zum Ende des 1. Quartals.

Hinweis an die Redaktionen
Die Veröffentlichung von Statistiken und Ergebnissen zum Umschlag im Hamburger Hafen erfolgt künftig einheitlich durch die HPA.

Eine umfassende Einordnung zur Entwicklung der maritimen Wirtschaft und des Hamburger Hafens bieten Ihnen die Verantwortlichen des Hamburger Hafens in der jährlichen State of the Port-Pressekonferenz, die stets Ende September/Anfang Oktober stattfindet. Sie wird in diesem Jahr am 30.09.2026 stattfinden. Eine Einladung folgt in Kürze.

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Sinje Pangritz

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