Aufgrund des Bauwerkszustands muss die Belastung der Köhlbrandbrücke laut Bewertung der HPA und externer Fachleute zwingend reduziert werden, um den Weiterbetrieb der Köhlbrandbrücke und damit möglichst stabile verkehrliche Abläufe für den Regelverkehr im Hafen sicherzustellen.
Seit dem 01. Mai 2026 dürfen daher genehmigungspflichtige Schwertransporte über 44 Tonnen die Brücke nicht mehr nutzen.
Zur Begleitung der Maßnahmen wurde ein behördenübergreifendes Krisenmanagement etabliert, dass sich mit Verbänden und Vertretern der betroffener Hafenfirmen eng abstimmt. Baulastträger, fachlich zuständige Stellen, die Baustellenkoordinierung sowie externe Expertinnen und Experten arbeiten eng und lösungsorientiert zusammen.
Das gemeinsame Ziel aller Beteiligten ist es, die Transportketten im Hamburger Hafen trotz der notwendigen Einschränkungen stabil und leistungsfähig zu halten.
Im Rahmen der kurzfristigen baulichen Optimierung der Ausweichrouten wurden erste Maßnahmen im Straßennetz umgesetzt. An den Knotenpunkten Moorburger Hauptdeich / Fürstenmoordamm sowie (Alte) Waltershofer Straße / Finkenwerder Ring wurden Verkehrsinseln zurückgebaut und Markierungen angepasst. Dadurch wurde die Befahrbarkeit der Kurven für Groß- und Schwertransporte verbessert. Die Maßnahmen sind Teil eines fortlaufenden Prozesses zur Optimierung der verkehrlichen Rahmenbedingungen für GST-Verkehre im Hafengebiet.
Autobahn GmbH Niederlassung Nord ermöglicht Dauergenehmigungen für Großraum- und Schwerlasttransporte (GST) auf den Ausweichrouten der Köhlbrandbrücke in Hamburg
Die Autobahn GmbH des Bundes unterstützt die Hamburg Port Authority (HPA) aktiv bei der Bewältigung der aktuellen verkehrlichen Herausforderungen infolge der Ablastung der Köhlbrandbrücke auf 44 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht. Ziel ist es, die Funktionsfähigkeit des Hamburger Hafens – eines der wichtigsten Logistikzentren Europas – auch in dieser Ausnahmesituation bestmöglich aufrechtzuerhalten. Auf Initiative der HPA, der Autobahn GmbH Niederlassung Nord, der Verkehrsdirektion Hamburg und der Verbände wurde in enger Abstimmung mit der Zentrale der Autobahn GmbH des Bundes eine pragmatische und lösungsorientierte Vorgehensweise für Großraum- und Schwerlasttransporte (GST) auf den Ausweichstrecken über die A7 auf Hamburger Gebiet vereinbart: Für die erforderlichen Umfahrungsstrecken der abgelasteten Köhlbrandbrücke werden in begründeten Einzelfällen Abweichungen von den bundesweit einheitlichen Grenzwerte der Autobahn GmbH für streckenbezogene Dauererlaubnisse, befristet bis zum 30.11.2026, von der Autobahn GmbH, NL Nord zugelassen. So sind beispielsweise Dauergenehmigungen für GST-Transporte höher als 4,35m auf den betreffenden Streckenabschnitten möglich. Mit erteilten, zeitlich befristeten Dauergenehmigungen werden die Hafenwirtschaft und Spediteure im Hamburger Hafen spürbar entlastet, da sie für ein und dieselben, meist täglichen Fahrten keine Einzelgenehmigung mehr beantragen müssen.
Mit dieser Maßnahme trägt die Autobahn GmbH des Bundes der besonderen Bedeutung des Hamburger Hafens für Wirtschaft und Versorgungssicherheit Rechnung. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass die Belange der Infrastruktur sowie die Verkehrssicherheit weiterhin verantwortungsvoll berücksichtigt bleiben.
„Die aktuelle Situation erfordert flexibles und gleichzeitig verantwortungsvolles Handeln. Mit unserer Lösung der Dauergenehmigungen, erleichtern wir der Hafen- und Logistikwirtschaft den Umgang mit der Beschränkung der Köhlbrandbrücke”, so Carsten Butenschön, Direktor der Niederlassung Nord.
„Wir freuen uns über die gute und lösungsorientierte Zusammenarbeit mit der Autobahn GmbH. Weiterhin haben die bauliche Anpassung und Optimierung der Ausweichrouten für uns höchste Priorität“, sagt Christine Muruszach, Head of Landside Public Infrastructure.
Die Autobahn GmbH steht im kontinuierlichen Austausch mit allen beteiligten Partnern, um die Entwicklung der Verkehrssituation zu beobachten. Ziel bleibt es, sowohl die Leistungsfähigkeit der Verkehrsnetze als auch die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden dauerhaft zu gewährleisten.
Die Autobahn GmbH unterstreicht mit diesem Vorgehen ihre Rolle als verlässlicher Partner von Ländern, Kommunen und Wirtschaft – insbesondere in herausfordernden Situationen, die schnelle und konstruktive Lösungen erfordern.
Pressekontakt:
Christian Hieff Kommunikation Die Autobahn GmbH des Bundes
Niederlassung Nord
T +49 152 258 66 508
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Die erste Grafik zeigt mögliche Ein- und Ausfahrtsmöglichkeiten des Hafens. Die zweite Grafik stellt drei beispielhafte Routen (Route A, B und C) innerhalb des Hafengebiets dar.
Bei der Brückenhauptprüfung der Köhlbrandbrücke arbeiten die Prüfteams in bis zu 135 Metern Höhe an einem der spektakulärsten Arbeitsplätze Hamburgs. Alle sechs Jahre wird das Bauwerk nach strengsten Vorgaben kontrolliert – von den Pylonen über die Fahrbahn bis unter die Brücke. Risse, Korrosion und kleinste Verformungen werden dabei dokumentiert. Diese Folge „Wir machen Hafen“ begleitet die Arbeiten und zeigt, warum diese Prüfung entscheidend für die Sicherheit und den langfristigen Betrieb der Köhlbrandbrücke ist.
Für Genehmigungsfragen wenden Sie sich bitte an: VD1-TGM@polizei.hamburg.de