Gemeinsam mit der bbe Moldaenke GmbH, der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) sowie der Universität zu Lübeck startet die Hamburg Port Authority (HPA) das innovative Forschungsprojekt SIMON (Smarter Gewässerschutz inspiriert durch 4-dimensionales Unterwasser-Monitoring). Das Vorhaben wird im Rahmen des Digital GreenTech Robotik Calls vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.
Mit einer geplanten Laufzeit von 24 Monaten und einem Gesamtbudget von rund einer Million Euro soll SIMON neue Wege für den Einsatz autonomer Unterwasserrobotik im Umweltmonitoring für Gewässer eröffnen. Die HPA erhält dabei Fördermittel in Höhe von etwa 232.000 Euro.
Intelligente Robotik soll dazu beitragen, ökologische Veränderungen in Flüssen frühzeitig zu erkennen und nachhaltige Entscheidungen zu ermöglichen. Besonders im Bereich der Unterwasserüberwachung besteht großer Bedarf an präzisen, kontinuierlichen und autonomen Messverfahren.
Im Fokus des Projekts SIMON steht die Entwicklung und Erprobung autonomer Unterwasserfahrzeuge (AUVs) mit moderner Sensorik im Hamburger Hafengebiet der Tideelbe. Erfasst werden unter anderen, Schwebstoffkonzentrationen, Sauerstoffgehalte, Algenzusammensetzung und Ölrückstände sowie deren mögliche Quellen. Die gewonnenen Daten sollen direkt in den digitalen Hafenzwilling integriert werden, um Umweltveränderungen künftig zeitnah zu erfassen und sichtbar zu machen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung und Erprobung autonomer Navigationsverfahren unter Wasser.
Katharina Fegebank, Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft
„Der Schutz unserer Gewässer ist eine zentrale Aufgabe für die nachhaltige Entwicklung Hamburgs. Mit dem Forschungsprojekt SIMON setzen wir auf innovative Technologien, um Umweltveränderungen im Hamburger Hafen frühzeitig zu erkennen und gezielt zu handeln. Besonders freut es mich, dass das Institut für Hygiene und Umwelt mit seiner langjährigen Expertise in der Entwicklung moderner Sensorik und Messprogramme einen wichtigen Beitrag zum Erfolg des Projekts leistet."
Jens Meier, CEO, Hamburg Port Authority
„Mit SIMON setzen die HPA und deren Projektpartner einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zu einem digitalisierten, nachhaltigen und resilienten Hafenbetrieb. Die Kombination aus Robotik, Echtzeitdaten und digitalem Zwilling schafft neue Möglichkeiten, ökologische Veränderungen frühzeitig zu erkennen und wirksam gegenzusteuern.“
Sönke Kobarg, Geschäftsführer, bbe Moldaenke GmbH
„Seit mehr als 3 Jahrzehnten entwickeln, bauen und vertreiben wir Sensoren für Gewässerüberwachung. SIMON ermöglicht uns, die bbe Sensoren für den Einsatz in einem AUV anzupassen und einzusetzen. Aus unserer Sicht ist die Gewässerüberwachung mit AUVs zeitgemäß und zukunftsweisend.“
Prof. Dr.-Ing. Mladen Berekovic, Leiter Institut für Technische Informatik, Universität zu Lübeck
„Mit dem Projekt SIMON knüpfen wir an unsere Vorarbeiten im Bereich autonomer robotischer Systeme an - insbesondere Autonomous Underwater Vehicle (AUV) - und möchten diese mit neuen, intelligenten Sensorkonzepten und Embedded Computing Lösungen befähigen komplexe Aufgaben zu bewältigen, die für Menschen mit hohem Arbeitsrisiko und/oder mit hohem wirtschaftlichen Aufwand verbunden sind. Dabei ist es uns besonders wichtig Ergebnisse der Wissenschaft in die Praxis zu transformieren“.
Eine beispielhafte Darstellung der Unterwasserdrohne zum Herunterladen gibt es unter https://www.hamburg-port-authority.de/de/aktuelles-presse/mediathek
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Leitung Corporate Communication/ Pressesprecherin der Hamburg Port Authority
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