09.07.2026

Hapag-Lloyd und Hamburg Port Authority unterzeichnen Vereinbarung zur Nutzung von Landstrom

Hapag-Lloyd, die fünftgrößte Containerreederei der Welt, hat mit der Hamburg Port Authority (HPA) eine Vereinbarung zur Landstromversorgung unterzeichnet. Die Vereinbarung gilt für die Versorgung an allen Terminals.

Hapag-Lloyd wird künftig die verfügbare Infrastruktur bei geeigneten Schiffsanläufen im Hamburger Hafen nutzen. So haben bereits die Schiffe „Al Muraykh“ und „Tihama“ im Asien-Nordeuropa Service NE 2 während ihres Hafenaufenthalts in Hamburg erfolgreich Landstrom bezogen.

Seit vielen Jahren nimmt Hamburg eine Vorreiterrolle bei der Nutzung von Landstrom im maritimen Bereich ein. Die Erfahrungen mit der Landstromnutzung begann mit dem Bau einer Landstromanlage am Cruise Center in Altona. Seit 2016 versorgt diese Kreuzfahrtschiffe zuverlässig mit Energie aus dem öffentlichen Netz und hat sich im täglichen Betrieb erfolgreich bewährt.

Im Mai 2024 gab Hamburg mit der ersten Landstromanlage für Containerschiffe am Container Terminal Hamburg (CTH) den Startschuss für die Nutzung der Technologie bei Containerschiffen. Seitdem konnten sowohl die HPA als auch die Reedereien vielfältige Erfahrungen machen.

Dr. Melanie Leonhard, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Innovation: „Die Nutzung von Landstrom leistet einen Beitrag zur Luftreinhaltung des Hamburger Hafens und trägt dazu dabei, das Ziel des klimaneutralen Hafens 2040 Realität werden zu lassen. Hamburg hat vorgelegt mit der Einrichtung der Technik, die Reedereien ziehen nach und übernehmen Verantwortung durch die Nutzung der Technologie mit geeigneten Schiffen. Gemeinsam mit dem Markt entwickeln wir diese Technologie bis hin zur standardmäßigen Anwendung weiter. Unsere Partnerinnen und Partner weltweit profitieren dabei vom Know-how des Hamburger Hafens.“

Jens Meier, CEO der HPA: „Neben Hapag-Lloyd haben wir mittlerweile mit zahlreichen Container-Reedereien – darunter CMA CGM, Evergreen, Hapag-Lloyd, HMM, Maersk, MSC, ONE – sowie mit den Kreuzfahrt-Reedereien AIDA & Costa, Crystal Cruises, Cunard, Fred Olsen, MSC, Mystic, NCL, Phoenix, P&O, Princess, TUI – feste Verabredungen getroffen. Diese unterstreichen die feste Absicht unserer Kunden, die Technologie einzusetzen und auszubauen. Gemeinsam setzen wir damit ein klares Zeichen für eine nachhaltige und zukunftsorientierte maritime Wirtschaft.“

Rolf Habben Jansen Vorstandsvorsitzender Hapag-Lloyd AG: „Landstrom ist ein Baustein auf unserem Weg zu einem emissionsärmeren Schiffsbetrieb in den Häfen und zu unserem Ziel, bis 2045 Netto-Null-Flottenemissionen zu haben. Alle unsere Neubauten sind bereits landstromfähig, und in der Bestandsflotte rüsten wir geeignete Schiffe entsprechend nach. Wo die Infrastruktur verfügbar ist und der Einsatz operativ sinnvoll ist, nutzen wir Landstrom. Hamburg zeigt, wie aus Investitionen in einen emissionsärmeren Schiffsbetrieb konkrete Anwendung wird.“

Landstrom führt zu einer erheblichen Reduktion der Schiffsemissionen während der Liegezeit im Hafen. Sobald die Schiffe an die Landstromanlage angeschlossen werden, können sie ihren hohen Strombedarf aus dem öffentlichen Stromnetz decken und beziehen dabei Strom aus erneuerbaren Energiequellen.

Die drei Hamburger Kreuzfahrtterminals wie auch die Großschiffliegeplätze an den Containerterminals sind mittlerweile mit Landstromanlagen ausgerüstet. Alle wesentlichen Liegeplätze im Hamburger Hafen sollen planmäßig bis 2030 mit einer bedarfsgerechten Infrastruktur ausgerüstet werden.

Sinje Pangritz

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