13.07.2026

Hamburg Port Authority startet Sanierung des Salzgitterkais

Die Hamburg Port Authority (HPA) hat mit der Sanierung des Salzgitterkais im Sandauhafen begonnen. Mit einem Investitionsvolumen im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich zählt das Vorhaben zu den bedeutendsten Infrastrukturprojekten im Hamburger Hafen. Im Rahmen eines Ersatzneubaus werden auf einer Länge von rund 830 Metern die bestehenden Kaianlagen erneuert und damit langfristig für die Anforderungen eines modernen Hafenbetriebs ertüchtigt. Die Bauarbeiten sollen bis Oktober 2030 abgeschlossen werden.

Dr. Melanie Leonhard, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Innovation: „Hamburgs Kaianlagen sind unverzichtbar für die deutsche Volkswirtschaft. Der Salzgitterkai ist dafür ein gutes Beispiel. Mit den Investitionen in diese Infrastruktur sichern wir die Versorgung wichtiger Industriezweige in ganz Deutschland.“

Friedrich Stuhrmann, Chief Commercial Officer bei der Hamburg Port Authority: „Mit der Sanierung des Salzgitterkais investieren wir gezielt in die Leistungsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit des Hamburger Hafens. Das Projekt zeigt, wie komplexe Infrastrukturmaßnahmen durch partnerschaftliche Zusammenarbeit und innovative Projektmodelle effizient umgesetzt werden können – und das bei laufendem Hafenbetrieb.“

Ben Thurnwald, Geschäftsführer der Hansaport Hafenbetriebsgesellschaft mbH: „Ein solch komplexer Ersatzneubau im laufenden Betrieb lässt sich nur durch eine transparente und enge Kommunikation mit unseren Kunden erfolgreich meistern. Das Fundament für den reibungslosen Ablauf bildet dabei die enorme Flexibilität und die unermüdliche Leistungsbereitschaft unseres gesamten Hansaport-Teams. Dank dieses Engagements schaffen wir es, die Baumaßnahmen und den anspruchsvollen Umschlagbetrieb tagtäglich perfekt aufeinander abzustimmen.“

Der Salzgitterkai wird von der Hansaport Hafenbetriebsgesellschaft mbH als zentraler Umschlagstandort für Massengüter genutzt. Die Kaianlage verfügt mit einer Wassertiefe von -17,00 Metern NHN über eine der tiefsten Liegewannen im Hamburger Hafen und daher für den Umschlag großer Seeschiffe von besonderer Bedeutung.

Die Umsetzung des Projekts stellt alle Beteiligten vor besondere Herausforderungen. Während der gesamten Bauzeit müssen der Umschlagsbetrieb ohne Unterbrechung aufrechterhalten und die Verfügbarkeit der Liegeplätze gewährleistet werden. Gleichzeitig sind umfangreiche Spezialtiefbauarbeiten erforderlich, die unter anderem Maßnahmen zur Kampfmittelbergung sowie die Berücksichtigung der Anforderungen des privaten Hochwasserschutzes im Polder Dradenau umfassen. Für die Herstellung der Tragelemente der neuen Kaimauer kommen Großbaugeräte zum Einsatz, die im Hamburger Hafen nur sehr selten anzutreffen sind. Dies erfordert eine besonders enge Koordination zwischen den Bauaktivitäten, dem laufenden Umschlagsbetrieb und der Berücksichtigung der nautischen Anforderungen. Die größte Herausforderung besteht darin, diese Prozesse so präzise aufeinander abzustimmen, dass sowohl die Sicherheit als auch reibungslose Bau- und Betriebsabläufe jederzeit gewährleistet bleiben. den Projektpartnern gehören die ARGE HOCHTIEF Infrastructure GmbH und Aarsleff Spezialtiefbau GmbH für die Bauausführung, die ARGE Fichtner Water & Transport sowie GRBV Ingenieure für die Planung sowie WIWA Kampfmittelbergung für die Kampfmittelräumung.

Sinje Pangritz

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