07.10.2026

Leistungsfähige Häfen stärken Deutschlands Handlungsfähigkeit Industrie, Handel, Politik und Allianz Deutsche Häfen fordern beim „Tag der Häfen“ verlässliche Investitionen in Deutschlands Hafeninfrastruktur.

Ob Rohstoffe und Güter für die Industrie oder Waren für den täglichen Bedarf: Deutschlands Versorgung und wirtschaftliche Stärke sind auf leistungsfähige See- und Binnenhäfen angewiesen. Beim „Tag der Häfen“ der Allianz Deutsche Häfen diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Politik, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, damit die Häfen ihre zentrale Rolle für den Wirtschaftsstandort Deutschland auch künftig erfüllen können.

Unter dem Titel „Das wirtschaftliche Rückgrat Deutschlands: Warum leistungsfähige Häfen unverzichtbar sind“ kamen die Perspektiven von Industrie, Handel, Politik und Hafenwirtschaft zusammen. Vertreten wurden sie durch Gunnar Groebler, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG, Friedrich Fuchs, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Lidl Deutschland, Christian Hirte, MdB und Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr sowie Tino Klemm, Chief Financial Officer der Hamburg Port Authority AöR und Vertreter der Allianz Deutsche Häfen. Im Mittelpunkt stand die Bedeutung leistungsfähiger Häfen für verlässliche Lieferketten, eine sichere Warenversorgung und die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.

Für die Allianz Deutsche Häfen erklärt Tino Klemm: „Wir brauchen eine nationale Hafenpartnerschaft von Bund, Ländern und Hafenstandorten, die Verantwortung bündelt, klare Prioritäten setzt und die notwendigen Investitionen in die Hafeninfrastruktur langfristig absichert.“

In vier interaktiven Themeninseln diskutierten die Teilnehmenden über Versorgungssicherheit, resiliente Lieferketten, Wertschöpfung und die Zukunft der deutschen Häfen. Dabei wurde deutlich: Hafeninfrastruktur, Straßen, Schienen und Wasserstraßen müssen bedarfsgerecht ausgebaut und dauerhaft leistungsfähig gehalten werden. Denn Häfen sind nicht nur für Industrie, Handel und Versorgung unverzichtbar, sondern auch von strategischer Bedeutung für die Sicherheit Deutschlands.

Gunnar Groebler, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG, betont: „Wir betrachten Energienetze als nationale Infrastruktur. Dann sollten wir unsere Häfen auch als das behandeln, was sie sind: strategische Infrastruktur von nationalem Interesse.“

Auch in der abschließenden Paneldiskussion mit Gunnar Groebler, Christian Hirte und Tino Klemm bestand Einigkeit: Um resiliente Lieferketten zu sichern und die Hafeninfrastruktur zukunftsfähig aufzustellen, braucht es mehr Tempo und eine enge Zusammenarbeit von Politik, Industrie und Hafenwirtschaft.

Die Allianz Deutsche Häfen fordert deshalb, die Zukunft der Häfen zu einer gemeinsamen politischen Priorität zu machen. Häfen sind kein regionales Anliegen, sondern eine nationale Aufgabe und eine wesentliche Grundlage für Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und industrielle Wertschöpfung in Deutschland.

Durch den Abend führte die RTL-/ntv Moderatorin Clara Pfeffer. Die Veranstaltung fand bei den Gebrüdern Fritz Checkpoint Charlie in Berlin statt.

Über die Allianz Deutsche Häfen
Ziel der Allianz ist es, die Hafeninfrastruktur als gesamtstaatliche Aufgabe weiterzuentwickeln und ihre Rolle für Wirtschaft, Energieversorgung und Sicherheitspolitik deutlich zu machen und zu stärken. Hinter der Allianz Deutsche Häfen steht ein länderübergreifender Zusammenschluss führender Hafeninfrastrukturbetreiber: 

bremenports GmbH & Co. KG, Brunsbüttel Ports GmbH, Duisburger Hafen AG, Hamburg Port Authority AöR, SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG, Lübeck Port Authority, Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG und ROSTOCK PORT GmbH.  

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