Eine Jury mit ausgewiesenen Experten und Beteiligung der Bürgerschaftsfraktionen hat den Siegerentwurf für die neue Köhlbrandbrücke einstimmig ausgewählt. Die Vorbereitung eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte im Hamburger Hafen verläuft planmäßig.
In einem mehrstufigen Wettbewerb konnte die Arbeitsgemeinschaft aus sbp, Grassl und WTM Engineers sowie gmp und PPL das 21-köpfige Gremium überzeugen. Insgesamt hatten sieben Bietergemeinschaften ihre Konzepte eingereicht.
Der Siegerentwurf knüpft an die charakteristische Bestandsform mit zwei Pylonen und Schrägseilen an und führt sie in zeitgemäßer Form weiter. Zugleich setzt der Entwurf technisch neue Maßstäbe, etwa durch einen gezielt reduzierten und effizienteren Einsatz CO₂-intensiver Materialien wie Stahl. Der ausgewählte Entwurf ist Grundlage für die bereits laufende Planung, die dank des besonderen und beschleunigten Wettbewerbsverfahrens schon im Gange ist.
Die weiterhin beschleunigte Realisierung des Projekts hat für den Senat eine zentrale Bedeutung. Die Freie und Hansestadt Hamburg, die Hamburg Port Authority (HPA) und die mit der Realisierung beauftragte ReGe Hamburg arbeiten hierzu eng zusammen. Weitere Beschleunigungspotenziale sollen im Verlauf der anstehenden Planungsschritte identifiziert und umgesetzt werden. Ziel ist die Verkehrsfreigabe der neuen Köhlbrandbrücke bis Ende der 2030er-Jahre. Das Projekt verläuft planmäßig. Meilensteine und Kostenschätzungen ergeben sich aus Drucksache 22/14809.
Eine Ausstellung im Hamburger Rathaus zeigt ab sofort Visualisierungen des Siegerentwurfs und weiterer eingereichter Konzepte. Sie führt Hintergründe der eingereichten Wettbewerbsbeiträge aus und verdeutlicht die Bedeutung des Projekts für den Hafen und die Stadt. Die Ausstellung ist in den kommenden Tagen in der Rathausdiele zu sehen.
Dr. Melanie Leonhard, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Innovation, Freie und Hansestadt Hamburg: „Der Ersatzneubau der Köhlbrandbrücke hat eine herausragende Bedeutung für unsere Stadt und für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Wir treiben dieses Schlüsselprojekt konsequent voran. Mit der Auswahl des Siegerentwurfs wissen die Hamburgerinnen und Hamburger nun, wie das neue Bauwerk aussehen wird.“
Franz-Josef Höing, Oberbaudirektor, Freie und Hansestadt Hamburg: „Der Entwurf überzeugt durch seine klare und elegante Form und eine konsequent durchdachte Konstruktion. Er nimmt die ikonische Gestalt der bestehenden Brücke auf und entwickelt sie sensibel weiter. So entsteht ein Bauwerk, das sich gleichermaßen funktional wie städtebaulich überzeugend in das Hafenbild einfügt. Die neue Köhlbrandbrücke wird wieder ein Hamburger Wahrzeichen werden!“
Maren Wolf, Projektleiterin, Ingenieurbüro Grassl: „Unser Ziel war es, eine Brücke zu entwerfen, die technische Effizienz, Nachhaltigkeit und gestalterische Qualität in Einklang bringt. Der Entwurf zeigt, wie sich innovative Ingenieurlösungen und eine klare architektonische Haltung zu einem zukunftsfähigen Gesamtkonzept verbinden lassen.“
Jens Meier, Geschäftsführer, Hamburg Port Authority (HPA): „Die neue Köhlbrandbrücke ist für die Wettbewerbsfähigkeit des Hafens von zentraler Bedeutung. Wir treiben die Planungen gemeinsam mit unseren Partnern zielstrebig weiter voran.“
Mehr Informationen zur neuen Köhlbrandbrücke: https://www.hamburg.de/verkehr/neue-koehlbrandbruecke
Über die Bietergemeinschaft
Den Zuschlag erhielt ein international erfahrenes Konsortium aus sbp, Grassl und WTM Engineers sowie gmp und PPL. Zu den Referenzen der beteiligten Ingenieurbüros zählen unter anderem die A1-Rheinquerung bei Leverkusen, die laufenden Planungen zur U4-Verlängerung über die Norderelbe in Hamburg, der Neubau der Siegtalbrücke, die St. Luzibrücke in Chur (Schweiz) sowie die Schrägseilbrücke Schatt-al-Arab in Basra.
Rückfragen der Medien
Behörde für Wirtschaft, Arbeit und Innovation
Martin Helfrich | Pressesprecher
Telefon: 040 42841 2239
E-Mail: pressestelle@bwi.hamburg.de
Sie haben Fragen an die Pressestelle der Hamburg Port Authority?
Dann wenden Sie sich bitte an:
Sinje Pangritz
Leitung Corporate Communication/ Pressesprecherin der Hamburg Port Authority
Tel. +49 40 42 84 7-2301