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Port Road Management Hafen Hamburg
Eine leistungsfähige Infrastruktur ist ein wesentlicher Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg des Hamburger Hafens. Ein reibungsloser Fluss des Hafenverkehrs ist daher unser primäres Ziel.
Neben den Neu- und Ausbaumaßnahmen im Straßennetz tragen Maßnahmen des Verkehrsmanagements, das heißt der Optimierung der Verkehrslenkung und -steuerung, zur besseren Ausnutzung der vorhandenen Infrastruktur bei. Dabei geht es zum einen um die Optimierung des normalen Verkehrsflusses im Hafen durch die vernetzte verkehrsabhängige Steuerung der Lichtsignalanlagen. Zum anderen werden mögliche Störfälle im grobmaschigen Straßennetz des Hafens berücksichtigt und entsprechende Strategien zur Aufrechterhaltung des Verkehrsflusses in solchen Fällen vorgesehen.
In einem hochausgelasteten Straßensystem wie dem des Hamburger Hafens sind Störungen im Verkehrsablauf unvermeidlich. Neben spontanen, z.B. unfallbedingten Störungen ergeben sich auch absehbare und teilweise längerfristige Störungen, z.B. durch Baustellen oder Brückensperrungen. Wichtig ist, auf solche Störfälle entsprechend zu reagieren und den Verkehrsfluss auch unter diesen erschwerten Bedingungen weiter aufrecht zu erhalten.
Der Masterplan Straßenverkehr Hafen Hamburg beschreibt die Handlungsfelder des Verkehrsmanagements, die zur Erreichung dieses Ziels erforderlich sind. Unter diesem Gesichtspunkt wurde das ganzheitliche Port Road Management entwickelt, das in den kommenden Jahren in mehreren Stufen realisiert wird.
Für eine erste Ausbaustufe des Port Road Managements investiert die HPA über 4 Mio. Euro aus dem Bundeskonjunkturprogramm. Mitte des Jahres 2011 wird das System DIVA, die Dynamische Information zum Verkehrs-Aufkommen im Hafen Hamburg in Betrieb gehen. Um den Verkehrsfluss bei Störfällen im Hafenstraßennetz aufrecht zu erhalten, werden die Verkehrsteilnehmer gezielt durch dynamische Verkehrsinformationstafeln über die aktuelle Verkehrslage informiert.
Ziel ist, den Verkehrsteilnehmer über Grafik- und Textanzeigen so zu informieren, dass dieser sich bei einem Störfall selbst für die für ihn beste (Alternativ-)Route im Netz entscheiden kann. So verteilt sich der Verkehr im Straßennetz besser, als es bei der sonst üblichen Vorgabe einer einzigen Alternativroute möglich wäre. So werden Kraftstoffverbrauch und Schadstoffbelastung der Luft vermindert.
Dieses Konzept zielt vorwiegend auf den mit dem Hafennetz vertrauten Verkehrsteilnehmer. Nahezu 90% der Lkw-Fahrer im Hafen besuchen diesen mindestens einmal pro Woche!
Im Hochwasser- oder Katastrophenfall können über die Verkehrsinformationstafeln auch die Räumwege und weitere, auch mehrsprachige Informationen angezeigt werden. Im hochmodernen Port Road Management Center (PRMC) der HPA, das ebenfalls 2011 neu eingerichtet wurde, laufen alle Daten zusammen. Hier werden die Verkehrsabläufe analysiert, die Informationstafeln für DIVA geschaltet sowie die Lichtsignalanlagen in enger Abstimmung mit der Verkehrsleitzentrale der Polizei koordiniert.
Ziel ist die Verkürzung der Reaktionszeit zur Einleitung der erforderlichen Maßnahmen zur Minimierung der Folgen von Störfällen sowie zu deren Beseitigung.
Mit dem Port Road Management halten wir den Verkehr im Fluss! |






