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Umweltpartner der Stadt Hamburg

HPA ist Umweltpartner der Stadt Hamburg
Hafengeld Hamburg: Gute Konditionen für Containerriesen Drucken

Keine Erhöhung der Kappungsgrenze für Containerschiffe / Stärker umschlagbezogenes Hafengeld ab Sommer 2012 / Anpassung an Inflationsniveau

 

Hamburg, 16. Dezember 2011 - Die Hamburg Port Authority (HPA) wird ihren stabilisierenden Kurs beim Hafengeld fortsetzen. Trotz starker Zuwächse bei den besonders großen Containerschiffen wird die Kappungsgrenze nicht angehoben. Damit zahlen Schiffe das Hafengeld nur bis zu einer Bruttoraumzahl von 110.000. Das entspricht in etwa einem Containerschiff mit einem Fassungsvermögen von 11.000 Standardcontainern (TEU). Ziel ist, den Hamburger Hafen für die zunehmende Zahl sehr großer Containerschiffe weiterhin attraktiv zu machen. Die HPA reagiert damit auch auf die noch nicht umgesetzte Fahrrinnenanpassung.

 

Zum 1. Januar 2012 plant die HPA darüber hinaus beim Hafengeld einen Teil der allgemeinen Kostensteigerungen der vergangenen drei Jahre zu berücksichtigen. Aufgrund der Wirtschaftskrise hatte die HPA seit 2009 alle Erhöhungen ausgesetzt und darüber hinaus im Jahr 2010 einige Hafengeldtarife um bis zu zehn Prozent gesenkt. Nun soll das Hafengeld um 3,5 Prozent angehoben werden. Damit bleibt die Anpassung noch unterhalb der Inflation seit 2009. Die HPA orientiert sich dabei an anderen nordeuropäischen Häfen, die ebenfalls das Inflationsniveau als Grundlage ihrer Anpassungen gewählt haben. Gleichzeitig hat Hamburg bereits im Sommer 2011 einen Umweltrabatt eingeführt, sodass der durchschnittliche Anstieg des Hafengeldes insgesamt geringer ausfällt.

 

Zusätzlich verändert die HPA ab Sommer 2012 die Hafenentgeltstrukturen und führt eine digitale Datenerhebung für die Abrechnung ein. Damit soll ab Sommer der Umschlag der einzelnen Schiffe stärker berücksichtigt werden. Gleichzeitig bekommt Hamburg als weltweit einer der ersten Häfen ein elektronisches Verfahren zur Hafengelderklärung.

 

„Hamburg hat seit 2010 Marktanteile zurückgewonnen. Mit unserer Tarifpolitik bleiben wir unter der durchschnittlichen Teuerungsrate der vergangenen Jahre. Unser Ziel ist, den Aufwärtstrend der vergangenen zwei Jahre weiter fortzusetzen", so Tino Klemm, Leiter Immobilien und Finanzen und Mitglied der HPA-Geschäftsleitung.

 

Stärker umschlagsbezogenes Hafengeld
Ab Sommer führt die HPA erstmals eine Umschlagskomponente ein. Bisher war allein die Schiffsgröße ausschlaggebend. Dies wird zu einer spürbaren Absenkung des Hafengeldes für Schiffe mit geringen Umschlagsmengen führen. Die HPA kommt damit einer Forderung von Reedereien und Schiffsmaklern nach, die während der letzten Wirtschaftskrise eine stärkere Berücksichtigung der Umschlagsmengen gefordert hatten. Eine Expertengruppe hat sich in den vergangenen Monaten intensiv über die Details einer solchen Entgeltkomponente ausgetauscht. Nun haben die Hafennutzer ein halbes Jahr Zeit, sich auf die neue Berechnungsstruktur einzustellen.

 

„Von der Umstellung profitieren alle. In Boomzeiten steigen die Einnahmen des Hafens und in Krisen sparen Kunden unseres Hafens, da das Hafengeld geringer ausfällt", so Klemm.

 

Elektronische Hafengelderklärung
Ebenfalls ab Sommer 2012 führt die HPA eine elektronische Hafengelderklärung ein. Damit kann die notwendige Erklärung direkt aus bereits vorhandenen digitalen Daten der Reedereien oder des Hafenkommunikationssystems DAKOSY elektronisch an die HPA übermittelt werden. Dadurch entfällt zukünftig sowohl bei Hafennutzern als auch bei der HPA ein Teil des organisatorischen Aufwandes. Hamburg hat sich in den vergangenen Jahren bereits eine führende Rolle bei der digitalen Vernetzung des Hafens erarbeitet und bietet nun weltweit als einer der ersten Häfen diesen neuen Service.

 

Umweltkomponente wird angenommen
Ein vorläufig positives Resümee zieht die HPA ein halbes Jahr nach der Einführung des Umweltrabattes auf Hafengeld. Über 500 Schiffe haben sich bereits in die entsprechende Datenbank eingetragen. Bei mehreren Dutzend Schiffsanläufen konnten in Hamburg bereits Rabatte ausgeschüttet werden. Für die kommenden Monate rechnet die HPA mit höheren Ausschüttungsquoten und einer weiter steigenden Zahl von Seeschiffen, die einen Umweltrabatt auf das Hafengeld erhalten. Gleichzeitig beteiligt sich die HPA aktiv an der Weiterentwicklung des Umweltstandards ESI (Environmental Ship Index).

 

Hafennutzungsentgelte
Hafennutzungsentgelte sind eine der wesentlichen Einkommensquellen der HPA und werden den Reedereien für die Nutzung des Hamburger Hafens in Rechnung gestellt. 2010 hat die HPA hier 44 Millionen Euro eingenom-men.