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Hamburg Port Authority prämiert beste Konzepte für das geplante Central Terminal Steinwerder (CTS)
Hamburg, 03. März 2010 - Eine Wasserwand als Lärmschutz, Energie aus Holzhackschnitzeln, Züge statt Lastwagen, Wassertaxis oder Seilbahnen für Besucher und dazu hoch leistungsfähige, innovative und umweltverträgliche Umschlaganlagen - das Markterkundungsverfahren zum Central Terminal Steinwerder (CTS) brachte eine Fülle an Ideen für den Hamburger Hafen der Zukunft. 35 Unternehmen aus der ganzen Welt hatten an dem Ideenwettbewerb der Hamburg Port Authority (HPA) Interesse angemeldet, ein Dutzend ausgefeilte Konzepte für das 125 Hektar große Gebiet standen am Ende im Auswahlverfahren. Eine unabhängige Jury hatte die schwierige Aufgabe, die exzellenten Konzepte zu bewerten. Als Sieger ging Royal Haskoning (United Kingdom) hervor mit einem CO2 neutralen Terminal, das in der Planung in eine Halbinsel mit Erlebniswert eingebettet wird. Auf Platz zwei landete das von innovativer Umschlagstechnik geprägte Konzept von ECT Delta Terminals (Niederlassung von Hutchison Port Holdings in Nordeuropa). Den dritten Platz teilen sich die Buss Group (Hamburg), die auf ein modernes Multipurpose-Terminal setzt, und die Transcare AG (Wiesbaden) mit einem Lkw-freien, „gläsernen" Terminal. Die ProLogis Germany Management GmbH (Hannover) legte ein gemeinsam mit dem Bauunternehmen STRABAG entwickeltes Konzept vor. Die darin vorgestellte vierstöckige Logistikhalle, die von Lastwagen befahren werden kann, wurde mit einem Sonderpreis gewürdigt.
Axel Gedaschko, Senator für Wirtschaft und Arbeit: „Die Gestaltung des Central Terminals Steinwerder auf dem Gebiet des Mittleren Freihafens ist ein überaus zukunftsweisendes Projekt im Herzen des Hafens. Die Freie und Hansestadt Hamburg ging immer mit der Zeit was die Entwicklung des Hafens betraf, wie zum Beispiel bei der Umstellung von Stückgut auf Container. Die Entscheidung, ein internationales Markterkundungsverfahren durchzuführen, hat sich vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise als goldrichtig erwiesen."
Wichtigste Kritieren des marktorientierten Ideenwettbewerbs waren, die Fläche im Herzen des Hamburger Hafens effizient zu nutzen und dabei im Sinne des Hafens der Zukunft Umwelt- und Nachhaltigkeits-gesichtspunkte zu berücksichtigen. „In allen eingereichten Konzepten stecken ausgezeichnete Ideen", so Jens Meier, Vorsitzender der HPA-Geschäftsführung. Deswegen will die HPA nicht nur mit den Siegern im Gespräch bleiben. „Gerade die internationale Resonanz zeigt, dass der Hamburger Hafen als Weltumschlagsplatz ungebrochen im Fokus von Reedereien, Umschlagsunternehmen und hafenaffinen Unternehmen steht", so Meier weiter.
Die Ergebnisse aus dem Markterkundungsverfahren fließen nicht nur in die Planungen des CTS sondern auch in den Hafenentwicklungsplan ein, den die Hamburg Port Authority derzeit erstellt. „Gerade die Themen Nachhaltigkeit, Umweltverträglichkeit und Städtebau werden für den Hamburger Hafen angesichts seiner Nähe zur Stadt in Zukunft eine noch bedeutendere Rolle spielen", betont der HPA-Geschäftsführer. Die nächsten konkreten Schritte für die Umwandlung des „mittleren Freihafens" in ein modernes Central Terminal Steinwerder werden in den kommenden Monaten geplant. Im Fokus steht dabei die marktgerechte Entwicklung des Hafens. Formal folgen das Planfeststellungsverfahren für das Areal und die europaweite Ausschreibung, in der nach einem oder mehreren Betreibern des Terminals gesucht wird. Die reine Bauzeit für die Umgestaltung wird auf sechs Jahre geschätzt.
Die Gewinner des Markterkundungsverfahrens:
1. Platz: Royal Haskoning: „Die Hamburg Port Authority hat durch das Markt-erkundungsverfahren neue Wege beschritten und bei Royal Haskoning waren wir begeistert von der Möglichkeit für einen der wichtigsten Häfen Europas unser innovatives, nachhaltiges und für die Öffentlichkeit erfahrbares Konzept für das CTS entwickeln und vorstellen zu können. Das Konzept repräsentiert ein CO2 neutrales, automatisiertes und Lkw-freies Containerterminal mit optimierter Flächennutzung. Daraus ergeben sich Möglichkeiten für andere, zusätzliche Nutzungen wie zum Beispiel die Erzeugung regenerativer Energien in verschiedenen Varianten sowie, erstmals in einem Containerterminal, die Integration von Grünflächen. Das Terminal wird durch den von Royal Haskoning gewählten ganzheitlichen Ansatz zu einer Attraktion, ohne Abstriche in der Effizienz machen zu müssen." Royal Haskoning ist ein im maritimen Bereich marktführendes Planungs- und Ingenieurbüro und mit über 4000 Mitarbeitern weltweit
2. Platz: ECT Delta Terminals: „Die Niederlassung von Hutchison Port Holdings (HPH) in Nordeuropa hat an dem Markterkundungsverfahren für das CTS teilgenommen, weil der Hafen Hamburg eine bedeutende Rolle im für die HPH wichtigen Markt im Fahrgebiet Le Havre - Hamburg spielt. Der Hafen Hamburg verfügt aus Sicht von ECT über einen attraktiven Lokomarkt, sehr gute Eisenbahnverbindungen nach Zentraleuropa und eine starke Position in den Umschlagsmärkten der ScanBaltic. Im Konzeptplan der HPH wurde beim Design des CTS Terminals das Hauptaugenmerk auf eine effiziente Flächen- und Kainutzung gerichtet, wobei die Containerabfertigung so umweltfreundlich wie möglich gestaltet wurde. Das Konzept sieht einen hohen Automationsgrad der Geräte vor, die zum größten Teil nicht mit Dieselmotoren, sondern elektrisch angetrieben werden. Da der Terminal sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Stadt Hamburg befindet, ist es für eine Umsetzung des Projektes ausgesprochen wichtig, dass das Projekt von der Bevölkerung akzeptiert wird. Weitere entscheidende Erfolgsfaktoren sind ein bedarfs- und zeitgerechter Ausbau, die Vertiefung der Fahrrinne der Elbe sowie koordinierte Kunden-, Hinterland- und Umschlagsstrategien."
3. Platz: Dr. Johann Killinger, geschäftsführender Gesellschafter Buss Group: „Die Buss-Gruppe ist seit 90 Jahren als traditionelles Hafenunternehmen mit dem Hamburger Hafen verwurzelt. Mit unserer Erfahrung wollen wir diesen Standort als universalen Hafen weiterentwickeln, denn wir bieten schon heute Lösungen für jede Art von Gütern - auch über den Container hinaus. Diese Flexibilität in Kombination mit einem stufenweisen Ausbau der Flächen bietet in unserem Konzept eine flexible Reaktion auf die Marktentwicklung in jeder Bauphase. Dieser Ansatz bringt den Hafen Hamburg flexibel in die Zukunft."
Ralf Jahncke, Vorstandsvositzender der TransCare AG: „Die zentrumsnahe Lage des zu beplanenden Hafengebietes hat uns gereizt, Pragmatismus und Innovation zu vereinigen. Hamburg als moderner Hafen ist im besonderen Maße geeignet, einen solchen „Leuchtturm" zu setzen", sagt Ralf Jahncke, Vorstandsvositzender der TransCare AG, ein global agierendes und auf umweltverträgliche Logistik und Transportprojekte spezialisiertes Beratungsunternehmen.
Sonderpreis: Roland Hennebach, First Vice President der ProLogis Germany Management GmbH: „ProLogis hat sich in der jüngsten Vergangenheit als Immobilienentwickler und Investor am Standort Hamburg erfolgreich engagiert. Wir betrachten Hamburg als einen der wichtigsten europäischen Logistikmärkte mit auch weiterhin hohem Wachstumspotential, auf dem wir unser Engagement auch weiterhin ausbauen wollen. In diesem Zusammenhang haben wir unsere Kompetenz als Logistikimmobilien-entwickler in das Markterkundungsverfahren CT Steinwerder eingebracht und ein innovatives Konzept, das der Flächenknappheit der Freien und Hansestadt Hamburg Rechnung trägt, eingebracht. Wir freuen uns, dass die Jury unser Konzept mit einem Sonderpreis honoriert hat."
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