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Hamburg, 22. Februar 2010 – Neue Vorzeichen werden die Hafenentwicklungsplanung bestimmen, die die Hamburg Port Authority (HPA) im Auftrag der Behörde für Wirtschaft und Arbeit derzeit erstellt. Die Unternehmensberatung McKinsey & Company untersuchte dazu in den vergangenen Monaten globale Trends und leitete daraus Strategieempfehlungen für die zukünftige Ausrichtung des Hamburger Hafens ab. Erste Kernergebnisse dieser Arbeiten liegen jetzt vor. „Unser Hafen der Zukunft wird bestimmt sein durch eine aktive Anbindung an Wachstumsregionen, Effizienzsteigerung, neue umweltverträgliche Technologien und eine hohe Wertschöpfung im Schulterschluss mit bestehenden und neuen Industriepartnern“, so Jens Meier, Geschäftsführer der HPA: Wirtschaftssenator Axel Gedaschko: „Die Ergebnisse der Studie zeigen sehr deutlich: Der Hamburger Hafen besitzt auch künftig hohe Wachstumspotenziale, wenn wir die richtigen strategischen Schritte ergreifen. Der Hamburger Hafen wird auch weiterhin in der TOP-Liga der Welthäfen vertreten sein, mit allen positiven regionalen Effekten für Arbeitsplätze und Wertschöpfung.“
Die Weltwirtschaftskrise hat den Hamburger Hafen überdurchschnittlich hart getroffen – im Vergleich zu anderen Nordrange Häfen gingen fünf Prozent Marktanteil verloren. „Wir nehmen die Krise als Chance entscheidende Weichen für die Zukunft zu stellen“, betont Meier. Der Hamburger Hafen kann die verlorenen Marktanteile wieder zurückgewinnen und damit seiner Funktion als Motor von Wirtschaftskraft und Wohlstand in der Metropolregion Hamburg gerecht werden, wenn er sich aktiver als industrieverbundener Universalhafen mit Containerfokus positioniert. Um das Ausschöpfen des Umschlagspotenzials sowie eine Erhöhung der Wertschöpfung zu erreichen, sollen vier strategische Stoßrichtungen verfolgt werden: Aktivere Ausrichtung auf Wachstumsregionen insbesondere in China und Osteuropa über die bereits bestehenden Verbindungen hinaus, sowie Indien und Brasilien. Hierzu zählt unter anderem, internationale Spediteure, Schifffahrtslinien und Terminalbetreiber mit starker Verankerung in den Wachstumsmärkten an Hamburg zu binden. Effizienzsteigerung entlang der gesamten Logistikkette Dadurch kann Hamburg einerseits einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil im Vergleich der Nordrange erreichen, andererseits auch neue Spieler der Schifffahrtsbranche gewinnen und an den Hamburger Hafen binden. Der Hamburger Hafen bietet den Akteuren der Logistikkette noch höhere Zuverlässigkeit als bisher und erstklassige Qualität in der Steuerung der Warenverkehre.
Innovationstreiber bei Umweltverträglichkeit, Sicherheit und IT-Integration Durch entsprechendes Engagement und die Übernahme einer Vorreiterrolle in diesen Themenfeldern positioniert sich der Hamburger Hafen gegenüber den Wettbewerbern und schafft dadurch zusätzlichen Mehrwert für die Akteure und steigert somit seine Attraktivität. Halten von (traditionell) starken Industrien mit Perspektive in Deutschland und Aufbau von Zukunftsindustrien Die Ansiedlung von traditionellen und neuen zukunftsträchtigen Industrien im Hafengebiet, die von der Nähe der Wasserkante profitieren, erlaubt es dem Hamburger Hafen einerseits die Wertschöpfung weiter zu erhöhen, andererseits können durch solche Ansiedlungen weitere Warenströme an Hamburg gebunden werden. Daneben kann eine Erhöhung der Wertschöpfungsintensität zusätzliche Standortvorteile schaffen. In den nun folgenden weiteren Schritten sollen diese vier Kernrichtungen priorisiert und in konkrete Handlungsoptionen umgesetzt werden.
Eine für größere Schiffe adäquate seewärtige Zufahrt sowie eine geeignete Flächen- und Finanzausstattung des Hafens sind wesentliche Erfolgsfaktoren dieser Strategie. Durch die zügig anzustoßende Umsetzung dieser Strategie können in den nächsten 15 Jahren neue zukunftsfähige Arbeitsplätze und mehrere Milliarden Euro zusätzlich an Wertschöpfung für die Freie und Hansestadt Hamburg geschaffen werden, so die Studien.
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