| EU-Projekt EFFORTS: HPA präsentiert Ergebnisse zur Verbesserung der Navigation in Häfen |
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Hamburg, 14. September 2009. Bei der morgigen Abschlusskonferenz des EU-Hafenprojektes EFFORTS stellt die Hamburg Port Authority (HPA) eine verbesserte elektronische Seekarte vor. Sie ist das Ergebnis einer Arbeitsgruppe, die von der HPA geleitet wurde. Die neue PortECDIS (Electronic Chart Display and Information System), genannte Seekarte hat eine gegenüber der früheren Version deutlich gesteigerte Genauigkeit. Zusätzlich beinhaltet sie spezifische Hafenobjekte wie beispielsweise Fender und Poller. Erstmalig ist eine dreidimensionale Darstellung der Unterwassermorphologie möglich. Bisherige elektronische Seekarten zeigten nur zwei-dimensionale Tiefenflächen mit der Angabe von Einzeltiefen als Zusatzinformation. Von der neuen Funktion profitiert nicht nur die Navigation, z. B. sondern auch die Gewässerunterhaltung, die Baggerei und die Schiffsimulation.
Die neue Seekarte ist die Basis weiterer Verbesserungen, die auch auf der Wunschliste eines Hafenkapitäns stehen. So kann die Fähigkeit tragbarer Lotsengeräte (sogenannter Portable Pilot Units) zur präzisen Bahnführung großer Schiffe erheblich gesteigert werden. Dieses technische Hilfsmittel wurde von Marimatech, Dänemark entwickelt. Es bietet dem Lotsen, der Brückencrew großer Schiffe und den Schlepperkapitänen während anspruchsvoller hafenspezifischer Manövrierprozesse einen bisher nicht möglichen Gesamtüberblick über die Situation. Die verbesserte Port ECDIS ist ebenfalls die Datenbasis für die von FORCE, Dänemark, entwickelten Schleppersimulatoren, die für die Aus- und Weiterbildung von Schlepperkapitänen eingesetzt werden. „Mit der PortECDIS können wir hier in Hamburg ganz neue Standards für Seekarten definieren“, so Dieter Seefeldt, Leiter des Peil- und Vermessungsdienstes bei der HPA.
Prof. Jens Froese, technischer Koordinator des EU-Projektes von ISSUS Maritime Logistics der TU Hamburg-Harburg, bringt die Notwendigkeit der Forschung und Entwicklung auf den Punkt: „Schiffe werden immer größer und müssen schneller abgefertigt werden, Häfen können, wenn überhaupt, nur langsam wachsen. Daher müssen wir die Prozesse in den Häfen optimieren.“ Das von der Europäischen Kommission mit 8 Mio. Euro geförderte Entwicklungsvorhaben EFFORTS (Effective Operations in Ports), wird im Oktober 2009 nach mehr als drei Jahren intensiver europäischer Teamarbeit abgeschlossen. |





