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Umweltpartner der Stadt Hamburg

HPA ist Umweltpartner der Stadt Hamburg
Neuer Glanz für Alten Elbtunnel: Im Oktober beginnt die Sanierung Drucken

Hamburg, 11. September 2009 – Umfangreiche Sanierungsmaßnahmen stehen für den St. Pauli Elbtunnel in den kommenden vier Jahren an. Nach der Sanierung des Schachtgebäudes auf der Steinwerder Seite und der fast abgeschlossenen Instandsetzung des Schachtgebäudes auf  St.-Pauli-Seite sind jetzt die beiden Tunnelröhren des fast 100 Jahre alten, denkmalgeschützten Bauwerks an der Reihe. Die Hamburg Port Authority investiert einen zweistelligen Millionenbetrag in die Erneuerung und damit in den Erhalt dieses Hamburger Wahrzeichens.  Während der gesamten Baumaßnahme bleibt eine Röhre für die Tunnelnutzer – Hafenpendler und Anlieger aus den südlichen Stadtteilen – als wichtige und kurze Verbindung zwischen Hafen und Stadt geöffnet. Für den Pkw-Verkehr wird ab 5. Oktober eine Sierichstraßen-Regelung eingerichtet. Das heißt, von 5.30 bis 13 Uhr herrscht Einbahnverkehr von den Landungsbrücken nach Steinwerder, von 13 bis 20 Uhr fließt der Verkehr vom Hafen zurück in die Stadt. Radfahrer müssen sich in diesem Zeitraum dem Verkehrsfluss anpassen oder das Rad in entgegengesetzter Richtung schieben. „Zum 100. Geburtstag des Tunnels im September 2011 feiern wir mit den Hamburgern die Fertigstellung der ersten Röhre“, verspricht Jens Meier, Vorsitzender der HPA-Geschäftsführung.  Gleich danach wird die zweite in Angriff genommen, so dass die Sanierung Ende 2013 abgeschlossen werden kann.

 

Der St. Pauli Elbtunnel ist der kürzeste Weg vom Hafen ins Herz von Hamburg. Als er 1911 in Betrieb ging, galt er als technische Sensation. Errichtet wurde er als Elbquerung für die Hafenarbeiter, die sich bei schlechtem Wetter, Nebel und Eisgang nicht auf den Fährverkehr verlassen konnten und zwölf Kilometer lange Umwege über die Elbbrücken in Kauf nehmen mussten. Die Hafenwirtschaft machte sich um die Jahrhundertwende bei Politik und Behörden stark für den Bau, der nach nur vier Jahren seiner Bestimmung übergeben wurde. Während das technische Vorbild – der Clyde Tunnel in Glascow - bereits vor vielen Jahrzehnten aufgegeben und durch einen Neubau ersetzt wurde, ist das Hamburger Wahrzeichen noch immer in seiner ursprünglichen Bestimmung in Betrieb. Er steht seit 2003 unter Denkmalschutz.

 

Rund 300 000 Pkw, 63 000 Radfahrer und 700 000 Fußgänger passieren jährlich die beiden 426,5 langen Röhren. Tunnelaufseher gewährleisten ihre Sicherheit und gehören in ihren dunkelblauen Uniformen zum Stadtbild an den Landungsbrücken. Neben der Funktion als Verkehrsweg hat sich der St. Pauli Elbtunnel außerdem zu einem beliebten Ausflugsziel für Einheimische und Touristen entwickelt.

 

Die Instandsetzung der Röhren ist eine logistische Herausforderung, zumal der Tunnel nicht nur ein Verkehrsbauwerk ist, sondern auch ein Dücker unter der Elbe, der wichtige Versorgungsleitungen für Wasser, Strom und Datenübertragung beherbergt. Damit während der Bauzeit diese Funktionen nicht beeinträchtigt werden, kann nicht in beiden Röhren gleichzeitig gearbeitet werden. Auftakt der Sanierung ist ab 5. Oktober eine Verlegung aller wichtigen Leitungen in die Weströhre.

 

Anschließend wird die Oströhre komplett bis zur Stahlkonstruktion entkernt. Das heißt, alle Fliesen und der darunter liegende Drainagebeton werden entfernt. Im nächsten Schritt werden die so genannten Stahltübbinge – die Herzkonstruktion der Röhren – neu abgedichtet. Diese Dichtungen werden in der auch beim Bau verwendeten Technik durch Bleiverstemmungen erneuert. Wenn der Unterbau dicht ist, wird Drainagebeton aufgetragen. Das letzte Wort haben dann die Fliesenleger, die schätzungsweise 400 000 Fliesen pro Röhre anbringen. Diese Fliesen werden in Absprache mit dem Denkmalschutz nach alten Vorbildern neu gebrannt. Im Original erhalten bleiben die Relieffliesen mit Motiven aus dem Unterwasserleben der Elbe, die den Tunnel säumen. Sie werden vor der Entkernung abgelöst und bis zu ihrem Wiedereinbau generalüberholt. Pro Röhre rechnet die Hamburg Port Authority mit zwei Jahren Bauzeit.

 

Die Arbeiten 24 Meter tief unter Elbe werden auch auf die Zufahrtsbereiche auf Steinwerder und auf St. Pauli Seite Auswirkungen haben. Die geräuschärmere Anlieferung der Baumaterialien erfolgt über die St. Pauli Seite. Der Bauschutt wird über die Steinwerder Seite abgefahren. Damit dort Lastwagen an- und abfahren und dringend benötigte Lagerflächen entstehen können, werden die vom früheren Zollbetrieb hinterlassenen Überdachungen, Container und Einrichtungen teilweise abgebaut. Alles, was in den nächsten vier Jahren in den Tunnel rein oder raus muss, kann nur über die vorhandenen Lastenaufzüge transportiert werden. Deswegen stehen den Autofahrern während der Bauzeit nur jeweils zwei Aufzüge auf jeder Seite zur Verfügung.


Hamburg Port Authority

 

Die Hamburg Port Authority betreibt seit 2005 ein zukunftsorientiertes Hafenmanagement aus einer Hand. Als Anstalt öffentlichen Rechts ist die HPA verantwortlich für die effiziente, Ressourcen schonende und nachhaltige Vorbereitung und Durchführung von Infrastrukturmaßnahmen im Hafen. Die HPA ist Ansprechpartner für alle Fragen der wasser- und landseitigen Infrastruktur, der Sicherheit des Schiffsverkehrs, der Hafenbahnanlagen, des Immobilienmanagements und der wirtschaftlichen Bedingungen im Hafen. Dazu stellt die HPA die erforderlichen Flächen bereit und übernimmt alle hoheitlichen Aufgaben und hafenwirtschaftlichen Dienstleistungen. www.hamburg-port-authority.de


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