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Hamburg, 04. August 2009 – Mit einem internationalen Markterkundungsverfahren beginnt die Hamburg Port Authority (HPA) die Umstrukturierung des so genannten „Mittleren Freihafens“ in das künftige Central Terminal Steinwerder (CTS). Das zukunftsweisende Projekt, das ein Areal von 125 Hektar Fläche betrifft, hat ein klares Ziel: Die Fläche im Herzen des Hafens effizient zu nutzen und dabei Umwelt- und Nachhaltigkeitsgesichtspunkte zu berücksichtigen.
Schwerpunkte liegen dabei auf Synergien zum wasserseitigen Umschlag, in der Schaffung qualifizierter Arbeitsplätze und in einem attraktiven Branchenmix, der den Universalhafen Hamburg fördert. „Durch die Neustrukturierung dieser Flächen wird ein zentraler Baustein zur Zukunftssicherung des Hamburger Hafens gesetzt. Mit dem Start der Markterkundung und dem sich anschließenden internationalen Auswahlverfahren setzen wir auf Wachstum, Internationalität und nachhaltiges Flächenmanagement,“ betonte Senator Axel Gedaschko, Behörde für Wirtschaft und Arbeit, heute bei einer Pressekonferenz zur Vorstellung des Projekts.
„Wir gehen bewusst neue Wege, die sich am Markt und seinen Bedürfnissen orientieren“, so Jens Meier, Vorsitzender der Geschäftsführung (HPA). Da ein Projekt dieser Größenordnung zur Planung, Genehmigung und Umsetzung einen langen Vorlauf habe, seien Ideen für die Zukunft ab 2020 gefragt. „Besonders wichtig ist, dass die Flächen des künftigen Terminals bestmöglich genutzt werden, qualifizierte Arbeitsplätze entstehen und dabei die Belange der Umwelt und des Universalhafens Hamburg nicht zu kurz kommen“, so Meier weiter. Zudem komme der Neugestaltung eine städtebauliche Bedeutung zu, da der mittlere Hafen direkt im Herzen der Stadt liegt. Bei der Umsetzung des Projekts will sich die HPA mit den zuständigen Behörden der Stadt abstimmen.
Aus dem „mittleren Freihafen“ mit kleinen Hafenbecken, wenig Landfläche und der historisch gewachsenen „Fingerstruktur“ der Kais soll eine moderne, funktionale Hafenfläche entstehen, die effizienten Umschlag zulässt. Durch den Umbau können Schiffe der neuen Generation (400 Meter Länge) und deren Ladung optimal abgefertigt werden. Ein neuer Drehkreis mit einem Durchmesser von 600 Metern und eine Hauptkaimauer mit 1500 Metern schaffen dafür die Voraussetzungen. Für die notwendigen Umsiedlungen der bisherigen Nutzer laufenderzeit Gespräche zwischen HPA und den Beteiligten. „Wir versuchen, für jeden eine akzeptable Ersatzlösung zu finden“, so Meier.
Eine internationale Anzeigenkampagne gibt jetzt den offiziellen Startschuss für das Markterkundungsverfahren. Darüber hinaus werden die Hamburger Wirtschaft, Verbände und Multiplikatoren direkt angesprochen. Erste Unternehmen haben bereits ihr Interesse an einer Teilnahme bekundet. Reedereien, Umschlagsbetriebe, aber auch die bisherigen Mieter, produzierendes Gewerbe, Industrie, Projektplaner und Banken sind aufgefordert, sich bis 11. September um eine Teilnahme an dem Verfahren zu bewerben. Aus den Interessenten werden nach wirtschaftlichen und technischen Kriterien Bewerber ausgewählt, die bis 6. November ihre Konzepte einreichen können. Die drei besten konzeptionellen Darstellungen werden im Februar prämiert. Dafür steht ein Preisgeld von insgesamt 100 000 Euro zur Verfügung. Nach Abschluss des Markterkundungsverfahrens werden die Planfeststellungsunterlagen erarbeitet und das Genehmigungsverfahren eingeleitet. Parallel dazu erfolgt die europaweite Ausschreibung zur Auswahl des künftigen Betreibers für das Central Terminal Steinwerder. Zur Herstellung des Terminals sind rund sechs Jahre Bauzeit prognostiziert.
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