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Hamburg, 11. Juni 2009 – Mit einem Neubau für ca. 24 Millionen Euro macht die Hamburg Port Authority (HPA) eine Schlüsselstelle des Hochwasserschutzes für Wilhelmsburg „wasserdicht“. Die Ernst-August-Schleuse zwischen Spreehafen und Ernst-August-Kanal führt in rund zwei Jahren etwa 100 Meter weiter östlich durch den Klütjenfelder Hauptdeich. Senatorin Anja Hajduk, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt und Jens Meier, HPA-Geschäftsführer, eröffneten am heutigen Donnerstag die Baustelle mit einem feierlichen ersten Rammschlag.
Seit 1930 schließt die Ernst-August-Schleuse mit ihren Toren die Schutzlinie des Ringdeiches um die Elbinsel Wilhelmsburg zwischen dem Klütjenfelder und dem Reiherstieg Hauptdeich. Sie überwindet den tideabhängigen Höhenunterschied zwischen dem Ernst-August-Kanal und der Elbe, be- und entwässert Abschnitte des Wilhelmsburger Kanalsystems und schützt das dahinterliegende Land vor Überflutung. Nutzer des Ernst-August-Kanals sind hauptsächlich Freizeit- und Sportschiffe sowie Baufahrzeuge und Pontons. Während der Bauzeit der neuen Schleuse, die voraussichtlich bis 2011 dauert, wird der Schiffsverkehr durch die bestehende Schleuse aufrecht erhalten. Es sind umfangreiche Rammarbeiten erforderlich, die leider zu Beeinträchtigungen führen. Durch den Einsatz lärmarmer Verfahren und Geräte, z.B. Vibrationsrammen wird die HPA diese so weit wie möglich reduzieren.
„Mit der Ernst-August-Schleuse vollenden wir in guter Zusammenarbeit mit der HPA den verbesserten Hochwasserschutz für Wilhelmsburg. Durch ihre Architektur wird die Schleuse zudem zu einem ansprechenden wasserseitigen Eingangstor für den Stadtteil und die IBA 2013“, sagte Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk.
HPA-Geschäftsführer Jens Meier: „Mit dem Neubau reagieren wir auf den weltweiten Meeresspiegelanstieg sowie neue Ergebnisse der Sturmflutforschung“. Wichtig sei, dass die Schleuse sicherheitsbewusst ausgelegt werde. „Schließlich bauen wir für den Hochwasserschutz der nächsten Jahrzehnte“, so Meier.
Die Kammer der neuen Schleusen wird eine Länge von ca. 48 Metern haben. Für die HPA ist dies die erste Schleuse, in der Hubtore als Verschlusssystem eingesetzt werden. Die Anlage wird so geplant, dass in der Zukunft eine Fernbedienung möglich ist. Insgesamt werden ca. 2.200 Tonnen Stahl verbaut. Im Hinblick auf die internationale Bauausstellung (IBA) im Jahr 2013 wurde die Gestaltung des neuen Betriebsgebäudes und der Außenanlagen durch einen Architekten begleitet.
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