| Freie Fahrt für den Hafenverkehr |
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Hamburg, 13. November 2008 - Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur im Hafen stellte die Hamburg Port Authority heute in einem Pressegespräch vor. Mit dem Neubau der Rethebrücke, der Niedernfelder und Müggenburger Brücken werden bestehende Engstellen im Straßen- und Hafenbahnverkehr behoben. Darüber hinaus zeigt der „Masterplan Straße“ Lösungen auf, um den Verkehrsfluss im Hafen zu beschleunigen.
Bereits abgeschlossen und leistungsfähig ist der Finkenwerder Knoten, der vor zwei Wochen eingeweiht wurde. Wesentlich kleiner, aber ebenfalls sehr effektiv ist die Baumaßnahme am Waltershofer Knoten, die über die Sommermonate durchgeführt wurde. Um den Verkehrsfluss zu beschleunigen, wurden eigene Pkw-Spuren geschaffen, die den Personenverkehr an den Lastwagen vorbeiführen, die am Zoll warten müssen. Dadurch wurde auch ein Unfallschwerpunkt entschärft.
„Wir schalten den Verkehr auf Durchzug“, so HPA-Geschäftsführer Jens Meier. Die Analysen im Rahmen des Masterplans Straße sagen eindeutig aus, dass der innerstädtische Verkehr nach Wegfall der Freihafenzonen im Hafengebiet zunehmen wird. Um das erhöhte Aufkommen bewältigen zu können, sei eine netzartige Struktur der Hafenstraßen nötig, erläuterte Wolfgang Hurtienne, Leiter der Hafenplanung. Eine Nord- und eine Südtrasse bilden das Gerüst für dieses Netz. Auf welchem Korridor in Zukunft eine Hafenquerspange liegen wird, sei zunächst eine Entscheidung von übergeordneten Behörden. Wenn Anfang des Jahres die neue Untersuchung zur Hafenquerspange vorliegt, werde die HPA im Schulterschluss mit den beteiligten Institutionen an einer umsetzbaren Lösung arbeiten.
Zu diesem Netz gehören leistungsfähige Querungen über Süderelbe und Rethe. Mit dem Neubau der Rethebrücke schafft die Hamburg Port Authority für Schiene und Straße deutliche Verbesserungen. Die moderne Klappbrücke hat getrennte Trassen für Bahn und Straßenverkehr, die sich jetzt kreuzenden Zufahrten werden entflochten und damit Wartezeiten aufgehoben. In den vergangenen Monaten wurde die Planung für das Großprojekt verfeinert und angepasst. Um die Funktionstüchtigkeit der alten Rethebrücke während der Bauzeit nicht zu gefährden, hat sich die HPA gegen eine Rammung bei der Gründung der Widerlager entschieden und wendet nun ein Bohrverfahren an, um Erschütterungen zu vermeiden. Die Störfälle im Frühling und die notwendig gewordene Generalinspektion der Hubmechanik – mit einer für die anliegenden Unternehmen schmerzlichen Sperrzeit von einer Woche – haben gezeigt, wie empfindlich die Brücke ist. Deswegen hat die HPA eine aufwendigere Planung und Mehrkosten für den Bau der neuen Brücke in Kauf genommen. Baubeginn wird wie angekündigt im kommenden Jahr sein, in Betrieb geht die Brücke voraussichtlich 2012.
Für eine weitere Schwachstelle im Hafenverkehrsnetz nimmt die HPA Planungen in Angriff. Der komplizierte Knotenpunkt an der östlichen Köhlbrandbrücke, Neuhöfer Damm, Nippoldstraße muss ertüchtigt werden. Hier sind zusätzliche Verkehrswege geplant, ebenso eine Entflechtung der bestehenden Verkehrsstränge. Beim Ausbau dieses Knotenpunkts wird auch eine Anbindung des geplanten Containerterminals Steinwerder vorgesehen.
"Wir müssen möglichst schnell dazu kommen, in wirtschaftlich schweren Zeiten durch eigene Investionen für Wachstum zu sorgen“, betont Senator Axel Gedaschko, Behörde für Wirtschaft und Arbeit. „Die Wirtschaftsweisen empfehlen aktuell öffentliche Investitionen in den Straßenbau, um der Rezession zu begegnen. Hamburg nimmt diesen Rat schon jetzt an: Die klare Zusage des Senats zur weiteren Finanzierung des Hafens wird in die Praxis umgesetzt. Das ist sehr zu begrüßen. Wenn in der Krise eine Chance liegt, dann darin, jetzt die Zeit zu nutzen, um die Infrastruktur des Hafens schnell auszubauen."
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