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Vorgehensweise bei der Standortsuche |
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Das gesamte Standortsuchverfahren gliedert sich nun in drei Phasen:
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In Phase 1 schloss der Gutachter alle Teilflächen Hamburgs aus, die als Deponiestandorte aus praktischen und rechtlichen Gründen von vornherein nicht in Frage kamen (z. B. Parks, Wohn- und Naturschutzgebiete etc.). Dazu schraffierte er auf einer Stadtkarte die betreffenden Gebiete. Übrig blieben dann nicht markierte Bereiche, die er in der nächsten Phase näher untersuchte. Man nennt diese Methode „Weißflächenkartierung“, da durch das Schraffieren „weiße“ Bereiche übrig bleiben. Nur in diesen Bereichen wurde dann weitergesucht.
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In Phase 2 nahm der Gutachter diese Bereiche – die Suchräume – genauer unter die Lupe. Wichtig waren dabei Fragen der Raumplanung und der Umweltauswirkungen einer Deponie. Beispielsweise die Frage, wo es ausreichend große Flächen dafür gibt, ohne dass andere, an dieser Stelle unabdingbar notwendige Nutzungen verdrängt werden. Oder die Frage, welche Auswirkungen ein Deponiebau an einer bestimmten Stelle auf die dort lebenden Pflanzen und Tiere sowie die Menschen in der Umgebung hätte. Alle diese Punkte arbeitete der Gutachter anhand eines Kriterienkatalogs ab. Als Ergebnis sind mehrere mögliche Standorte herausgekommen, die er dann direkt miteinander verglichen hat.
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In Phase 3 verglich der Gutachter die möglichen Standorte direkt miteinander, ging weiter in die Details und sortierte sie in einer „Eignungsrangfolge Umwelt“. Diese Rangfolge gründete sich auf den Auswirkungen einer Deponie auf Anlieger und Umwelt an den jeweiligen Standorten. Neben dieser Eignungsrangfolge Umwelt flossen in die Gesamtbetrachtung auch wirtschaftliche Gesichtspunkte und die Frage ein, ob ein Standort in einem vertretbaren Zeitrahmen als Deponiestandort zur Verfügung stehen könnte.
In der Abwägung aller dieser Gesichtspunkte wurde jener Standort bestimmt, der für den Bau der benötigten neuen Baggergutdeponie vergleichsweise am besten geeignet ist. Für diesen Standort wird die Hamburg Port Authority die weiteren Schritte zur Vorbereitung eines Planfeststellungsverfahrens einleiten.
Im dicht besiedelten und intensiv genutzten Stadtstaat Hamburg liegt es in der Natur der Sache, dass der Bau einer Deponie an jedem Standort auch Einschränkungen bedeutet. Das hier beschriebene Verfahren stellt jedoch sicher, dass alle möglichen Standorte im direkten Vergleich anhand derselben Kriterien geprüft, beurteilt und bewertet wurden.
Wenn Sie eine Übersicht über die Such- und Bewertungskriterien bekommen möchten, die in den verschiedenen Phasen des Verfahrens eine Rolle spielen, klicken Sie bitte hier.
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