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Pressemitteilung 12. März 2015

Digital statt Papier: HPA setzt auf interaktive Peilkarten

​HPA stellt Projekte 2015 vor / Nautische Zentrale setzt bisher einzigartige Technik ein / Hamburger Hafen macht Lkw Beine

Hamburg, 12. März 2015 – Schon seit geraumer Zeit setzt die Hamburg Port Authority (HPA) auf den Einsatz von IT bei der effizienten Steuerung und Nutzung der Infrastruktur im Hamburger Hafen. Im vergangenen Jahr wurde mit der neuen Nautischen Zentrale, einer der modernsten Verkehrszentralen der Welt, ein zentrales Element eingeweiht, an dem die Vision vom smartPORT Realität wird.
Nun geht die HPA einen weiteren Schritt, um den Hafen intelligenter zu gestalten: Statt herkömmlicher Peilkarten aus Papier wird in der Nautischen Zentrale derzeit ein interaktiver Touch-Peiltisch getestet. Dieser ermöglicht den Nautikern, die Wassertiefen im gesamten Hafen auszuwerten, bestimmte Hafenbereiche detailliert zu betrachten und die entsprechenden Wassertiefen zu verschiedenen Tidezeiten darzustellen. Zudem können Shipshapes, die Umrisse von Schiffen, in die Karten eingefügt und bewegt werden.
„Wie auch schon bei der Neugestaltung der Nautischen Zentrale setzen wir auf Systeme, die für die speziellen Bedürfnisse der Nautiker entwickelt sind. Der Peiltisch bietet unseren Kollegen in der Nautischen Zentrale ganz neue Möglichkeiten und ist den bisher genutzten Papierkarten weit überlegen. Unser Ziel ist, nach erfolgreichem Testbetrieb künftig vollständig auf Papierkarten zu verzichten und damit eine Vorreiterrolle einzunehmen“, sagt Jens Meier, Vorsitzender der Geschäftsführung der HPA.

Schneller ans Ziel mit SPL
Die HPA, die Deutsche Telekom und SAP haben nach zweijähriger Testphase ihr gemeinsames Projekt „smartPORT logistics“ (SPL) zur offiziellen Nutzung freigegeben. Die IT-Lösung vernetzt Unternehmen, Partner und Kunden des Hafens miteinander, sodass diese ihre Prozesse in Echtzeit aufeinander abstimmen können. Im Pilotbetrieb konnten die teilnehmenden Speditionen ihre Produktivität durch die deutliche Reduzierung von Wartezeiten um mehr als zwölf Prozent steigern.
Mit der Öffnung der SPL Services für alle an der Transportkette Beteiligten geht der Hamburger Hafen einen weiteren Schritt, um seine Qualität und seine Effizienz als wichtigen Teil der Lieferkette zu erhöhen. „Je mehr Beteiligte das System aktiv nutzen, desto besser können wir das Potenzial von SPL ausschöpfen, Lkw-Wartezeiten reduzieren und Staus im Hafen vermeiden“, sagt Jens Meier.
SPL nutzt als Basis eine übergreifende IT-Plattform, die mit mobilen Applikationen – sogenannten Apps – kombiniert ist. Dadurch sind aktuelle und vorausschauende Informationen über das Verkehrsgeschehen rund um den Hafen mithilfe mobiler Endgeräte wie Tablet-PCs oder Smartphones, aber auch über in den Fahrerkabinen installierten Telematikeinheiten abrufbar.

Weitere Vorhaben und Projekte 2015:

Cruise Center Steinwerder: Die Fertigstellung des Cruise Centers Steinwerder geht mit großen Schritten voran. Nach dem Richtfest im Januar 2015 finden derzeit letzte Straßenarbeiten in der Buchheisterstraße sowie im Bereich Reiherdamm / Ellerholzdamm statt, um den Anschluss des Cruise Centers zu gewährleisten. Auf der Terminalfläche selbst wurde im Februar mit den Pflasterarbeiten begonnen. Die Eröffnung wird am 9. Juni 2015 stattfinden.

Neue Bahnbrücke Kattwyk: In 2015 baut die HPA weiter an der Neuen Bahnbrücke Kattwyk, deren erster Rammschlag im August 2014 stattfand. Für 2015 sind u.a. Straßenbauarbeiten am Kattwykdamm, der Bau der Kattwykstraßenbrücke sowie Arbeiten an der Hochwasserschutzwand geplant. Im Jahr 2020 sollen die ersten Züge über die Neue Bahnbrücke Kattwyk rollen.

Retheklappbrücke: Nachdem mit dem Einhub der Klappen im Juli 2014 ein großer Meilenstein erreicht wurde, setzt die HPA die Arbeiten an der Retheklappbrücke fort. Derzeit finden Straßenarbeiten zur Anbindung der neuen Brücke statt. Des Weiteren arbeitet die HPA an der Fertigstellung des Steuerstands. Die Fertigstellung ist für Sommer 2016 geplant.

Verkehrsanbindung Burchardkai/ Neubau Rugenberger Schleuse: Mit der offiziellen Verkehrsfreigabe des Rugenberger Damms Anfang Januar 2015 konnte bereits ein erster wichtiger Teil des Gesamtprojekts Verkehrsanbindung Burchardkai planmäßig abgeschlossen werden. Ebenfalls im Januar hat die HPA mit dem Neubau der Waltershofer Brücken begonnen. Bis Ende 2016 soll die mehr als 100 Jahre alte Straßenbrücke im Zuge des Altenwerder Damms durch einen Neubau ersetzt sowie eine zusätzliche eingleisige Hafenbahnbrücke neu hergestellt sein. Die Fertigstellung der Rugenberger Schleuse ist für das 3. Quartal 2015 geplant.

Alternative Energieversorgung von Kreuzfahrtschiffen: Im Rahmen der smartPORT energy-Initiative hat die HPA zum einen in der HafenCity die landseitige Infrastruktur errichtet, um künftig die Stromversorgung von Schiffen hier über eine sogenannte Powerbarge zu ermöglichen. Zum anderen baut die HPA seit Anfang Juli 2014 am Kreuzfahrtterminal in Altona eine feste Landstromanlage. Das Richtfest fand im November 2014 statt. Die Fertigstellung der Anlage ist für das dritte Quartal 2015 geplant. Zurzeit laufen Arbeiten zur Gebäudeausstattung sowie die Installation der Hauptkomponenten zur Versorgung der Kreuzfahrtschiffe.

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Kontakt

Sinje Pangritz, Pressestelle der Hamburg Port Authority
Tel. +49 40 42 84 7-2306
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Martin Boneß, Pressestelle der Hamburg Port Authority
Tel. +49 40 42 84 7-2301
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