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Projekte

Die Westerweiterung des EUROGATE Container Terminals Hamburg ist eine wichtige Etappe für den Hamburger Hafen und seine Ausrichtung auf die Zukunft. Die von der Hamburg Port Authority vorbereitete Baumaßnahme zur Erweiterung des bestehenden Terminalgeländes schafft die zukünftig erforderlichen Kapazitäten für den Containerumschlag.

Somit trägt die Westerweiterung EUROGATE zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Hamburger Hafens bei, damit Hamburg auch zukünftig von den internationalen Warenströmen profitiert. Darüber hinaus sichert und schafft das Projekt Arbeitsplätze.

Die HPA schafft im Rahmen einer effizienten, ressourcenschonenden und nachhaltigen Hafenentwicklung die Infrastruktur für die Erweiterung des EUROGATE Container Terminals Hamburg. Europas führende Container-Terminal- und Logistik-Gruppe sorgt mit dem anschließenden Bau der Suprastruktur für den späteren Betrieb dafür, dass der Standort Hamburg in Zukunft für die Abfertigung von Großschiffen der neuesten Generation gerüstet ist.

Hamburg spielt als einer der größten Häfen weltweit und im Containerumschlag als einer der größten Häfen der europäischen Nordrange eine wichtige Rolle in der globalen Hafenwirtschaft – die Westerweiterung EUROGATE ist ein wichtiger Schritt, diese hervorragenden Positionen zu sichern und auszubauen.

Historie

​Petroleumhafen: optimal geeignet

Aufgrund der geografischen Lage des Hafens im Herzen Hamburgs und dem daraus resultierenden begrenzten Erweiterungspotenzial ist vorrangig eine Hafenerweiterung nach innen zu verfolgen. Dabei gilt es, bestehende Containerterminals zu modernisieren und optimierungsfähige Areale umzustrukturieren, damit neue Umschlaganlagen geschaffen werden können. 

 Aufgrund vieler hafenplanerischer Anforderungen gibt es nur eine limitierte Anzahl von Standorten, die für einen Ausbau infrage kommen. Alle Bedingungen werden auf dem Areal des Petroleumhafens erfüllt, der im Planungsgebiet Hamburg-Mitte westlich des neuen Elbtunnels liegt: 

Das Areal verfügt über eine seeschifftiefe wasserseitige Zufahrt für große Containerschiffe.

Drehmöglichkeiten für große Containerschiffe, die das sichere Drehen der derzeit größten in Fahrt befindlichen Schiffe ermöglichen, sind vorhanden bzw. können geschaffen werden.

Ausreichend große Flächen für den Terminalbetrieb und die Containerlagerung stehen zur Verfügung bzw. können geschaffen werden.

Eine leistungsfähige Anbindung der Fläche an das Straßen- und Schienennetz ist realisierbar. 

Die Realisierung mit EUROGATE als Projektpartner ergibt weitere logistische und infrastrukturelle Vorteile. Die Erschließung des Areals am Petroleumhafen als Containerumschlagfläche bedeutet für EUROGATE eine Ausweitung des bisherigen Container Terminal Hamburg in nordwestlicher Richtung – so können zum Beispiel die im Südosten liegenden Anbindungen an das Schienen- und Straßennetz synergetisch genutzt werden.

Vorhabensbegründung

​Gute Gründe für die Westerweiterung EUROGATE

Mit der Westerweiterung EUROGATE vollziehen die Freie und Hansestadt Hamburg und die Hamburg Port Authority (HPA) einen weitsichtigen Schritt, um auch zukünftig im internationalen Wettbewerb erfolgreich zu sein. Dabei spielen Investitionen in die Infrastruktur des Hafens und damit die Ausweitung der Kapazitäten für den wieder anziehenden Containerumschlag eine zentrale Rolle.

2014 lag der Containerumschlag des Hamburger Hafens bei 9,7 Millionen TEU, ein Plus von 5,1 Prozent gegenüber 2013. Für die kommenden Jahre rechnen aktuelle Prognosen auch weiterhin mit Wachstum.

Der Warenverkehr mit Asien und Nordosteuropa sowie die Entwicklung der Schiffsgrößen stellen neue Anforderungen an die Umschlagkapazitäten der Terminals. Bis 2004 gab es nur wenige Containerschiffe mit einer Ladekapazität von 7.500 TEU. Containerschiffe werden immer größer. Mit Blick auf die Schiffsdimensionen hat sich die Containerschiffsflotte in den letzten Jahren innerhalb der Welthandelsflotte am stärksten verändert. Innerhalb von 20 Jahren hat sich die maximale Schiffsgröße von 4.400 TEU (1994) auf rund 18.000 TEU (2014) vervierfacht. Mittlerweile sind rund 230 Schiffe mit Ladekapazitäten von 10.000 TEU und mehr in Fahrt, weitere gut 130 Schiffe dieser Größenklasse stehen im aktuellen Orderbuch. Die größten heute in Fahrt befindlichen Containerschiffe können nach Angaben der Reeder bis zu 19.000 TEU laden.

Im Jahr 2014 wurden in Hamburg fast 1.000 Großschiffsanläufe mit einer Länge von über 330 Meter oder einer Breite von über 45 Meter gezählt. Zum Vergleich: 2011 wurde Hamburg von knapp 300 Schiffen dieser Größenordnung angesteuert.

Die Transportkapazität der weltweiten Containerflotte nimmt weiter zu. Im April des Jahres 2015 belief sich der Bestand der Vollcontainerflotte nach Angaben von Clarkson Research Service Ltd. (CRSL) auf insgesamt über 5.000 Einheiten mit einer Stellplatzkapazität von zusammen 18,5 Millionen TEU. Im Vergleich zu den Angaben von Januar 2015 erhöhte sich dabei die Anzahl der Schiffe um 20, die Kapazität um rund 310.000 TEU. In diesem Jahr bereits abgeliefert wurden 50 Einheiten mit einer Kapazität von zusammen rund 350.000 TEU. Dabei verteilen sich die Neubauten relativ gleichmäßig auf alle Größenklassensegmente, bis 7.000 TEU wurden 26 Neuzugänge verzeichnet, im Bereich von 8.000 bis über 16.000 TEU waren es 24 Einheiten. Basierend auf Angaben von CRSL belief sich der Auftragsbestand der Werften weltweit auf 422 Containerschiffe mit zusammen über 3,3 Millionen TEU, die in den kommenden drei bis vier Jahren zur Ablieferung kommen. Das entspricht 18 Prozent der fahrenden Flotte gemessen in TEU-Kapazität und stellt damit sowohl relativ zur fahrenden Flotte als auch absolut einen leicht steigenden, aber noch immer relativ niedrigen Auftragsbestand dar.

Negative Folgen ohne Ausbau im Containerumschlag 

Ein Verzicht auf den Ausbau würde die Wettbewerbsfähigkeit des Hamburger Hafens gegenüber der europäischen Konkurrenz schmälern. Negative Konsequenzen für Beschäftigung, Steuereinnahmen sowie Wertschöpfung insgesamt wären die Folge.

Daten und Fakten zur Westerweiterung EUROGATE

Geplante Fläche
Die HPA schafft eine 38 Hektar große neue Terminalfläche im Areal am Petroleumhafen.
Der Petroleumhafen wird verfüllt und die Landspitze zurückgebaut.
Der bestehende Drehkreis wird von 480 auf 600 Meter Durchmesser erweitert und bietet somit die Voraussetzungen für das Drehen großer Schiffe.
Eine neue Kaimauer mit einer Gesamtlänge von 1.059 Metern für die Abfertigung von zwei Großschiffen sowie einem Feederschiff wird errichtet.
Die Umschlagkapazität des EUROGATE Container Terminal Hamburg wird auf insgesamt sechs Millionen Standardcontainer (TEU) ausgebaut.

Planfeststellung

​Planfeststellungsverfahren garantiert transparenten Prozess 

Die Westerweiterung des Eurogate Container Terminals wird von der HPA geplant. Seit Dezember 2016 liegt bei der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation ein Planfeststellungsbeschluss vor. Gegen den Beschluss wurde eine Sammelklage mehrerer privater Kläger eingereicht. Solange die aufschiebende Wirkung dieser Klage anhält, kann der Ausbau nicht vollzogen werden. Die Umsetzung des Projekts ist abhängig von weiterem Verlauf des Verfahrens.

Genehmigungen von Projekten wie der Westerweiterung EUROGATE unterliegen innerhalb eines Planfeststellungsverfahrens einem geordneten Prozess – dieses Vorgehen ist gesetzlich verankert und damit zwingend vorgeschrieben. Hintergrund eines solchen Verfahrens ist nicht zuletzt auch die ausreichende Berücksichtigung verschiedener Schutzgüter wie zum Beispiel Flora und Fauna, Schutz der Anwohner und Rechte der Betroffenen.

Das Planfeststellungsverfahren sieht eine Beteiligung der Öffentlichkeit vor. Nach Einreichen der vollständigen Planfeststellungsunterlagen und Prüfung durch die zuständige Behörde – im Fall Westerweiterung EUROGATE die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg – werden diese über einen definierten Zeitraum zur Einsicht öffentlich ausgelegt. Jedem Betroffenen steht es frei, Einwendungen bis zur vorgegebenen Frist zu formulieren. Diese werden dann in der anschließenden Erörterung behandelt.

Vom 2. September bis 1. Oktober 2009 lagen die Planfeststellungsunterlagen für die Westerweiterung EUROGATE aus. Am 20. und 21. Juni 2010 hat in Hamburg die erste Erörterung stattgefunden. 2014 hat der Vorhabensträger HPA ergänzende (weitere und aktualisierte) Unterlagen bei der Planfeststellungsbehörde eingereicht, die vom 6. Januar bis 5. Februar 2015 öffentlich zur Einsicht auslagen.

Am 22. Juni 2015 hat die Planfeststellungsbehörde – die Hamburger Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation
 (BWVI) – den zweiten Erörterungstermin durchgeführt.

Finazierung

​Zukunftsinvestitionen, die sich auszahlen

Der Umschlag im Hamburger Hafen sichert mit 11 Prozent des städtischen Steueraufkommens signifikante Mittelrückflüsse in den Haushalt der Freien und Hansestadt Hamburg. Die mit dem Hafen verbundenen Steuereinnahmen in Hamburg lagen 2013 bei ca. 824 Millionen Euro.

Diesen Erträgen pro Jahr stehen mit dem Projekt Westerweiterung EUROGATE einmalige Investitionskosten in Höhe von rund 650 Millionen Euro gegenüber.

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