| St. Pauli-Elbtunnel: Auch nach 100 Jahren ein |
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Hamburg, 7. September 2011 – Sondermünze, Sonderbriefmarke, Auszeichnung als „Historisches Wahrzeichen der Ingenieursbaukunst in Deutschland“: Der St. Pauli-Elbtunnel zeigte sich an seinem 100. Geburtstag als lebendiges Stück Hamburg und als bester Botschafter der Stadt. Beim Festakt ließen sich die Ehrengäste aus ganz Deutschland trotz Großbaustelle durch die Sanierung der Oströhre nicht davon abhalten, das weltweit einzigartige Baudenkmal zu feiern und zu würdigen. Hamburgs 1. Bürgermeister Olaf Scholz bezeichnete den St. Pauli Elbtunnel in seiner Festrede als "ein gut erhaltenes, liebevoll gepflegtes Überbleibsel der hamburgischen Industriegeschichte, das gleichzeitig die Verkehrsprobleme und Lösungsversuche eines ganzen Jahrhunderts symbolisiert." Jens Meier, Geschäftsführer der Hamburg Port Authority, stellte die Verbundenheit der Hamburger zum „Alten Elbtunnel“ heraus. „Auch nach 100 Jahren ist unser Tunnel die kürzeste und wahrscheinlich charmanteste Verbindung zwischen Hafen und dem Herzen der Stadt“, so Meier.
Höhepunkt des Festakts war die Auszeichnung des St. Pauli Elbtunnels zum „Historischen Wahrzeichen der Ingenieursbaukunst in Deutschland“. Dr.-Ing. Jens Karstedt, Präsident der Bundesingenieurskammer enthüllte zusammen mit Ministerialdirektor Günther Hoffmann vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Peter Bahnsen, Präsident der Hamburgischen Ingenieurkammer – Bau, Bürgermeister Scholz und HPA-Geschäftsführer Meier die Ehrentafel am Eingangsportal auf St. Pauli Seite. Nur sieben weitere Bauwerke in Deutschland dürfen sich mit dieser Auszeichnung schmücken, darunter der Fernsehturm Stuttgart, der Leuchtturm „Roter Sand“ oder die Schwebefähre Osten. Die Begeisterung für die kürzeste und charmanteste Verbindung zwischen Hafen und dem Herz der Stadt war auch nach dem Festakt zu spüren. Viele Hamburger, Gäste aus ganz Deutschland und dem Ausland statteten dem Bauwerk einen Geburtstagsbesuch ab. Sie konnten sich einen Sonderstempel im Postamt im Aufzug abholen oder sich beim „Museum im Aufzug“ einen Vorgeschmack auf die große Tunnelausstellung ab 8. September im Museum der Arbeit holen. Unterhalten wurden die Besucher von den Stelzenläufern und Komikern „KlirrDeLuxe“, vom HHLA-Shantychor und der Marching Band „Tubeart“, die ihrem Namen alle Ehre und die Elbtunnel-„Tubes“ zur Bühne machte.
Programm bis Sonntag Zu einem spontanen Auftritt meldete sich der tunnelbegeisterte Chor „Swingtonics“ aus Hamburg für Donnerstag, 8. September, 19 Uhr an. Die Sängerinnen und Sänger wollen die außergewöhnliche Akustik der Tunnelröhre für einen stimmgewaltigen Spaziergang unter der Elbe nutzen.
Noch bis Sonntag ist die Ausstellung zum 100jährigen Jubiläum im Betriebsgebäude auf der Hafenseite jeweils von 11 bis 18 Uhr zu besichtigen. Eintrittskarte ist ein Tunnelticket, das am Fahrkartenautomat Steinwerder gezogen wird.
Das Festprogramm wird täglich durch musikalische und künstlerische Überraschungen aufgelockert. Technisch interessierte Kinder erwartet am Samstag und Sonntag im Betriebshof auf Steinwerder Seite von 12 bis 18 Uhr ein Mitmachprogramm des Museums für Arbeit. Zum Abschluss am Sonntag stehen ab 12 Uhr Oldtimer aus den 1910er, 1920er und 1930er Jahren auf der St. Pauli Seite parat, ehe sie um 14 Uhr durch den Tunnel fahren. Ab 18 Uhr lesen die Hobbyliteraten „Schreibstifte“ aus ihren Tunnelgeschichten. |





