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Der Hamburger Hafen wird schneller: Neues Kommunikationssystem ermöglicht Drucken

Hamburg, den 17. Juli 2007 - Der Güterumschlag im Hamburger Hafen wird durch

ein neues Kommunikationssystem noch schneller. Am 23. September startet das

neue EDV-System HABIS Zoll Freizone (Hafenbahn Betriebs- und Informationssystem),

das eine vereinfachte Zollabwicklung für den Bahnverkehr ermöglicht und

auf den weiter rasant steigenden Güterumschlag im Hafen ausgerichtet ist. Künftig

sind über 500 Transportunternehmen online an das neue EDV-System angeschlossen.

Dazu zählen Spediteure, Reedereien und Eisenbahngesellschaften aber auch

die Containerterminals und andere Kaibetriebe.

HABIS Zoll sorgt dafür, dass alle wichtigen Informationen zum Gütertransport frühzeitig

an die beteiligten Unternehmen und den Zoll weitergeleitet werden. So kann

beispielsweise die Zollprüfung eines Containers direkt nach der Entladung eines

Schiffes am Terminal erfolgen. Der Stopp ganzer Züge bei der Ausfahrt aus dem

Freihafen der oft zu erheblichen Verzögerungen führte, gehört damit endgültig der

Vergangenheit an.

„Mit dem neuen System wird die Bahnabwicklung im Hamburger Hafen erheblich

beschleunigt", betont Hans Peter Dücker, Geschäftsführer der Hamburg Port

Authority (HPA). „Schnellere Transportabläufe, eine Entlastung der Infrastruktur und

eine verbesserte Pünktlichkeit im Bahnverkehr steigern die Attraktivität des Hafens".

Zudem profitieren alle Beteiligten von einer schnelleren und einfacheren Kommunikation.

Gleichzeitig sorgt das System dafür, dass die Transportabwicklung nahezu papierlos

durchgeführt werden kann. Die HPA hat die Entwicklungsphase abgeschlossen

und testet derzeit gemeinsam mit den Teilnehmern das neue EDVSystem.

Die Investitionen für HABIS betragen rund 13 Millionen Euro, und für die Zukunft sind

weitere Ausbaustufen vorgesehen. Dazu zählt unter anderem ein Betriebsleitsystem

für eine effizientere Nutzung der Hafenbahn-Infrastruktur.

Hamburg verfügt über den größten Bahncontainer-Umschlagplatz Europas. Die Hafenbahn

bewirtschaftet ein Schienennetz von 330 Kilometern, das von 40 nationalen

und internationalen Eisenbahnverkehrsunternehmen genutzt wird. Die Hafenbahn

verzeichnete 2006 einen Rekord-Zuwachs: Das Güteraufkommen stieg um 16,5 Prozent

auf 38,9 Millionen Tonnen, und der Containerverkehr legte um 11,5 Prozent auf

ca. 1,5 Millionen Bahncontainer zu. Auch im ersten Halbjahr setzte sich diese dynamische

Entwicklung fort.

Die Verkehrsprognosen erwarten einen weiteren Boom für den Hamburger Hafen.

Bis 2015 soll sich das gesamte Umschlagsvolumen auf 18,1 Millionen Container verdoppeln,

wovon rund 4,5 Millionen auf die Bahn entfallen. Zugleich wird erwartet,

dass die Zahl der täglichen Güterzüge von derzeit rund 200 auf mindestens 400 ansteigt.