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Umweltpartner der Stadt Hamburg

HPA ist Umweltpartner der Stadt Hamburg
Niedernfelder Brücken werden neu gebaut Drucken

Hamburg, den 30. August 2007 - Nach der Beauftragung der Hamburg Port Authority durch

die Behörde für Wirtschaft und Arbeit im Oktober letzten Jahres wird nun die Entscheidung

zum Neubau der Niedernfelder Brücken umgesetzt. Sie basiert auf einem Gutachten über

den baulichen Zustand der Brücken. Angefertigt wurde das Gutachten vom Germanischen

Lloyd, die Bewertung hinsichtlich Ausführungstechnik und Kosten erfolgte durch das Ingenieurbüro

Leonhardt Andrae und Partner.


Drei Varianten wurden im Detail geprüft: Der Neubau der Brücken, die Brückensanierung mit

einem Neubau der Widerlager und die Brückensanierung mit einer Teilsanierung der Widerlager.

Nach Prüfung der verschiedenen Varianten wird nun der Neubau der Brücken umgesetzt.

Die europaweite Ausschreibung für die Maßnahme soll noch in diesem Jahr veröffentlicht

werden, die Auftragserteilung ist für das Frühjahr 2008 vorgesehen. Der Baubeginn wird aufgrund

der gegenwärtig sehr langen Stahllieferfristen etwa im Juni 2008 erwartet.


Die Gutachter kamen aufgrund umfangreicher Untersuchungen der Überbauten und der Widerlager

zu den folgenden Ergebnissen:

Ein Brückenneubau kostet nach derzeitigen Berechnungen 17,3 Mio. €. Bei dieser Variante

sind für mindestens 70 Jahre keine weiteren Baumaßnahmen erforderlich. Zudem kann die

Qualität der Bauwerke zukunftsorientiert auf den stark zunehmenden Hafenverkehr ausgerichtet

werden. Außerdem kann bezüglich der Verkehrssicherheit (Leitplanken, Fuß- und

Radwegbreite, Notgehweg) den heutigen Anforderungen entsprochen werden. Bei einer Sanierung

wären z.B. Kompromisse hinsichtlich der Lebensdauer und früher erforderlicher Ersatzinvestitionen

einzugehen.

Die Kosten für eine Brückensanierung mit einem Neubau der Widerlager beliefen sich

auf ca. 14, 9 Mio. €. Bei dieser Variante, die u. a. eine umfangreiche Asbestsanierung erfordert,

wäre ein Ersatzneubau nach spätestens 40 Jahren erforderlich.

Eine Brückensanierung mit Teilsanierung der Widerlager würde 12,2 Mio. € kosten. Neben

der erforderlichen Asbestsanierung sind die fortschreitenden Schäden an den Pfahlköpfen,

auf denen die Widerlager der Brücke aufgesetzt sind, ein schwer kalkulierbares Risiko.

 

Es muss davon ausgegangen, dass etwa nach 20 Jahren ein Brückenneubau erforderlich

wird.

Die drei Varianten wurden auch unter dem Gesichtspunkt langfristiger Wirtschaftlichkeit betrachtet.

Dazu ergab die vom Büro Leonhardt/Andrae und Partner durchgeführte Wirtschaftlichkeitsbetrachtung

für den Neubau und die Teilsanierung etwa das gleiche Ergebnis, so

dass man sich für den Neubau entschieden hat.


Hans Peter Dücker, Geschäftsführer der Hamburg Port Authority: „Wir freuen uns, dass mit

dem Neubau eine Lösung gefunden wurde, die einerseits die Offenhaltung des Brückenkreuzes

vorsieht, die andererseits aber auch modern ist, eine geringe Reparaturanfälligkeit

aufweist und damit eine gute Verkehrsqualität bei wachsendem Verkehrsaufkommen im Hafen

gewährleistet."